Wohnungsauflösung – mit oder ohne Profi?

Bei einer Haushaltsauflösung wird eine komplette Wohnung oder ein Haus ausgeräumt. Anders als bei einem Umzug wird das Inventar nicht an einen anderen Wohnort gebracht, sondern verkauft, verschenkt oder entsorgt.

Umzugswagen fährt ab. Foto: StockSnap/pixabay.com
Ein LKW voller Hausrat von der Wohnungsauflösung. Foto: StockSnap/pixabay.com

Für eine Wohnungsauflösung kann es verschiedene Gründe geben. Oft steckt ein Todesfall, eine Zwangsräumung oder der Umzug ins Alten- beziehungsweise Pflegeheim dahinter. Manchmal ist eine Auflösung des Haushalts auch bei einem langjährigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik oder vor Antritt einer Freiheitsstrafe erforderlich.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man die Wohnung selbst auflöst oder ein Unternehmen mit der Haushaltsauflösung beauftragt. Hier erfahrt ihr, welche Vor- und Nachteile beide Varianten bieten.

Haushaltsauflösung selbst durchführen

Die zentrale Aufgabe bei einer Wohnungsauflösung ist die Kompletträumung der Wohnung. Im Normalfall hat der Wohnungsinhaber daraufhin keinen eigenen Hausrat mehr. Doch wohin mit den unzähligen Gegenständen aus dem Haushalt?

1 Wichtige Dokumente sichern

Sortiert vor der Auflösung des Haushalts sämtliche Ordner und heftet bedeutende Dokumente darin ab, um sie sicher zu verwahren. So verhindert ihr, dass sie versehentlich in der Papiertonne landen.

Wohnungsauflösung, Haushaltsauflösung, Entrümpelung, Foto: Jana Schneider / pixabay.com
Wichtige Dokumente und Verträge solltet ihr sichern. Foto: Jana Schneider / pixabay.com

2 Hausrat verschenken oder verkaufen

Prüft anschließend, wie viel die Habseligkeiten wert sind. Oft sind Kunstgegenstände oder Schmuckstücke wertvoller, als ihr denkt. Wenn ihr das wisst, solltet ihr euren Verwandten- und Bekanntenkreis fragen, ob jemand etwas davon haben möchte. Je nach Wert könnt ihr die Sachen verschenken oder verkaufen. Wenn ihr etwas für den guten Zweck tun möchtet, könnt ihr die Gegenstände spenden. Sozialkaufhäuser und die Caritas nehmen gut erhaltene Möbel und Kleidungsstücke gerne entgegen und verkaufen sie vergünstigt weiter.

3 Sperrmüll und Sondermüll entsorgen

Alle Gegenstände, die ihr nicht loswerdet, solltet ihr zum Sperrmüll geben. In den meisten Gemeinden könnt ihr einmal im Jahr die Abholung des Sperrmülls kostenlos beantragen. Hierfür müsst ihr die Gegenstände in einem Online-Formular der Gemeinde auflisten und einen Termin beantragen. Ein paar Tage später schickt euch die Gemeinde per E-Mail oder Post den gültigen Termin für die Sperrmüllabholung zu. Er liegt meist drei bis sechs Wochen in der Zukunft.

Zum Sperrmüll gehören unter anderem alte Möbel, Matratzen, Fahrräder, Elektro- und Elektronikgeräte. Es gibt jedoch Obergrenzen für die Abfallmenge, die der kommunale Entsorger abholt. Fällt mehr Sperrmüll an, solltet ihr einen Sperrmüllcontainer mieten. Diesen könnt ihr zeitlich flexibel befüllen und zu eurem Wunschtermin von einem privaten Entsorgungsunternehmen abholen lassen.

Sondermüll wie alte Lacke, Pestizide und asbesthaltige Abfälle müsst ihr zu einem Sondermüll-Betriebshof bringen. Batterien oder Energiesparlampen werden im Handel in den vorgesehenen Boxen entsorgt.

4 Verträge ummelden beziehungsweise kündigen

Neben dem Ausräumen der Wohnung fällt bei einer Haushaltsauflösung auch das Ummelden oder Kündigen von Verträgen an. Behaltet daher sämtliche Kündigungsfristen im Auge und macht euch Gedanken darüber, wer über die Wohnungsauflösung informiert werden muss. Handelt es sich um eine Mietwohnung, muss der Mietvertrag gekündigt und die Übergabe der Wohnung geregelt werden. Denkt außerdem an die Kündigung von Verträgen mit Gas-, Wasser- und Stromanbietern sowie an Festnetz- und Internetverträge. Auch die GEZ muss informiert werden. Vergesst nicht, das Auto abzumelden und Versicherungen wie die Wohngebäude- oder Hausratversicherung zu kündigen. Zudem solltet ihr rechtzeitig einen Nachsendeauftrag stellen, damit die Post weiterhin ankommt.

Foto: viteck40/stock.adobe.com
Bei einer Wohnungsauflösung fällt viel Papierkram an. Foto: viteck40/stock.adobe.com

Einige bevorzugen es, eine Haushaltsauflösung selbst durchzuführen. Wahrscheinlich fühlen sie sich wohler dabei, ihre Sachen auf eigene Faust zu verkaufen oder zu entsorgen. Durch den Verzicht auf professionelle Hilfe muss aber mit einem enormen Zeitaufwand gerechnet werden. Zusätzlich kann es zu einer psychischen Belastung kommen – besonders wenn es um die Wohnung eines Verstorbenen oder erkrankten Verwandten geht. Auch die Werteinschätzung des Hab und Guts ist ohne Expertenmeinung sehr schwierig, insbesondere wenn es sich um Kunstgegenstände oder Schmuck handelt.

Hilfe bei der Wohnungsauflösung durch spezialisierte Unternehmen

Wenn ihr Zeit sparen möchtet oder euch nicht mit der Haushaltsauflösung belasten möchtet, solltet ihr ein professionelles Entrümpelungsunternehmen beauftragen. Auch in diesem Fall gilt es, zuerst wichtige Dokumente abzuheften und zu sichern, damit sie nicht verloren gehen.

Seriöse Entrümpelungsfirmen besichtigen zuerst den betreffenden Haushalt, bevor sie ein Angebot erstellen. Normalerweise ist die Besichtigung kurzfristig möglich und kostenlos. Bei dieser wird gemeinsam entschieden, welche Sachen verkauft und welche entsorgt werden. Daraufhin erhaltet ihr ein unverbindliches Angebot in schriftlicher Form. Holt mehrere Angebote ein und vergleicht diese ausführlich, um einen passenden Anbieter zu finden.

Anschließend vereinbart ihr mit eurem Favoriten einen Termin für die Haushaltsauflösung. Die Dauer der Räumung ist abhängig von Art und Größe der Räume. In der Regel dauert sie mehrere Stunden bis Tage. Abschließend findet die besenreine Übergabe der Wohnung und eine Wohnungsabnahme statt.

Die genauen Kosten für eine Hausauflösung lassen sich schwer vorhersagen. Es kommt darauf an, wie viel Hausrat vorhanden ist. Aus diesem Grund lohnt es sich, im Vorfeld schon ein bisschen auszumisten. Der Preis orientiert sich außerdem an der Lage der Wohnung, am Anfahrtsweg und an den Tätigkeiten. Dabei ist die Anzahl der Mitarbeiter und die benötigte Zeit relevant. Wenn das Unternehmen Verwertbares anrechnet, lassen sich Kosten sparen. In diesem Fall verkauft das Entrümpelungsunternehmen Gegenstände und mindert den Preis der Wohnungsauflösung dementsprechend.

So findet ihr ein professionelles Entrümpelungsunternehmen

Für Wohnungsauflösungen und Entrümpelungen gibt es zahlreiche Anbieter – leider auch unseriöse Firmen. Aus diesem Grund solltet ihr die Unternehmen vor der Beauftragung genau unter die Lupe nehmen:

  • Ist das Unternehmen haftpflichtversichert?
  • Gibt es über die Firma negative Schlagzahlen in den Medien? Wenn ja, solltet ihr lieber ein anderes Unternehmen wählen.
  • Bietet das Unternehmen eine kostenlose Besichtigung an, bevor es einen Preis für die Haushaltsauflösung nennt? Das ist ein gutes Zeichen. Nur dann kann eine realistische Kosteneinschätzung erfolgen.
  • Wird der Preis transparent und nachvollziehbar kommuniziert? Bei schwammig formulierten Angeboten solltet ihr vorsichtig sein, da die Gefahr besteht, dass Leistungen im Nachhinein als Sonderleistung berechnet werden. Am besten sind Festpreise, die alle Kosten beinhalten.
  • Abschrecken sollte euch die Formulierung „kostenlose Entrümpelung“. Eine Haushaltsauflösung kann nur dann kostenlos sein, wenn sich genug Gegenstände verkaufen lassen, um die Kosten des Unternehmens zu decken.

In der Regel ist die Haushaltsauflösung durch ein seriöses Entrümpelungsunternehmen eine große Entlastung. Wenn ihr euch gut über die Firma und ihre Leistungen informiert, eine Besichtigung durchführt, ein schriftliches Angebot erhaltet und den Ablauf genau durchsprecht, seid ihr auf der sicheren Seite.

Ein passendes Unternehmen für Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen ist beispielsweise:

Rümpel Fritz aus Mainz-Weisenau: Haushaltsauflösungen, Betriebsauflösungen, Entrümpelungen, Entsorgungen, Aktenvernichtung, Asbestsanierung

Es gibt aber auch zahlreiche weitere Anbieter in jeder Stadt.

Mehr von uns

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.