Wohnung kindersicher machen

Für Kinder ist das eigene Zuhause wie ein großer Abenteuerspielplatz. Sie möchten jeden Gegenstand erkunden, befühlen und auf ihre Art und Weise erobern. Sobald die Kleinen krabbeln können, geht es auf Erkundungstour: Schranktüren werden aufgeklappt, Inhalte herausgeräumt und oftmals in den Mund gesteckt. Eifrig üben die Kinder das Stehen, indem sie sich an Regalen oder Vorhängen nach oben ziehen. Für die Eltern heißt das aufpassen und schützend eingreifen, damit sich die Entdecker nicht verletzen. Im Folgenden erfahren Mütter und Väter, wie sie ihre Wohnung kindersicher machen.

Ein sicherer Haushalt für Kinder

Wer seine Wohnung kindersicher machen möchte, sollte sein Zuhause aus Perspektive des Kindes betrachten. Dazu geht man am besten auf alle viere und schaut sich gründlich um: An welche Steckdosen und Kabel komme ich heran? Kann ich Schränke mit gefährlichem Inhalt wie Medikamenten, Reinigungsmitteln, Werkzeugen oder Gläsern öffnen?

Wenn ja, sollten die Steckdosen mit Kindersicherungen vom Baumarkt versehen und gefährliche Gegenstände umgeräumt werden, sodass sie außer Reichweite ihres kleinen Lieblings sind. Darüber hinaus gilt es, einen Fehlerstrom-Schutzschalter im Sicherungskasten einbauen zu lassen, offene Kabel in Kabelkanälen zu verstecken oder mit Kabelclips zu fixieren. Da der laufende Backofen für die meisten Mini-Entdecker sehr faszinierend ist, lohnt es sich, ein Schutzgitter anzubringen, damit die Kinder nicht das heiße Glas anfassen können.

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Wohnung-kindersicher – © Nicole Effinger – Fotolia.com

Möbel in der Wohnung kindersicher machen

Möbel sind zwar robust, doch kleine Klettermaxe können schon das ein oder andere Regal zu Fall bringen – und sich dabei selbst schlimm verletzen. Aus diesem Grund ist es notwendig, Regale, Schränke und Kleinmöbel gegen das Umkippen zu sichern und einzelne Regalbretter gegen das Herausfallen zu fixieren. Darüber hinaus sollten Eltern Schränke und Schubladen mit gefährlichem Inhalt verschließen oder mit einer Kindersicherung ausstatten.

Auch das Babybett kann eine Gefahrenquelle sein, beispielsweise wenn es das Kind schafft, über das Gitter zu klettern. Um sicher zu gehen, dass es dem Kind gut geht, empfiehlt es sich, die Matratze tief zu stellen und ein Babyphone zu nutzen.

Fenster und Türen

Neben den Möbeln stellen auch Fenster und Türen eine Gefahrenquelle für Kinder dar. Um zu verhindern, dass sich die Kleinen versehentlich die Finger quetschen, kann man Türen beispielsweise gegen das Zufallen sichern. Öffnungssperren an Fenstern und Balkontüren sind ebenfalls ratsam, damit die Kinder nicht herausfallen bzw. vom Balkon stürzen können.

Wohnung kindersicher machen: Schutz gegen Stürze

Sobald Kinder krabbeln können, sind Treppenstufen eine willkommene Herausforderung für sie. Wird das Kind begleitet, ist das unbedenklich. Doch häufig sind die Kleinen schneller an der Treppe als ihr denkt. Um die Wohnung kindersicher zu machen, sollten Eltern deshalb Treppen durch Gitter versperren. Des Weiteren lohnt es sich, Teppiche rutschsicher zu fixieren und rutschfeste Matten in die Badewanne oder Dusche zu legen.

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Über Franziska Schönbach

Franziska schreibt für wohnung-einrichten.net

2 Kommentare

  1. Hallo,
    interessanter Artikel, haben vor einem halben Jahr auch unseren kleinen Sprössling bekommen und viel überlegt wie wir unsere Wohnung Kinder sicher machen. Kindersicherungen gibt es wie Sand am Meer, allerdings bin ich als Frau leider in keinster Weise handwerklich begabt und war auf der Suche nach leichteren DIY Methoden. Tolle Kindersicherungen, die ich bereits selber ohne Hilfe anbringen konnte waren eine Fenstersicherung, eine Schubladensicherung wie auch den klassischen Steckdosenschutz. Viele Sachen sind leider nicht vorhersehbar und gehören definitiv überdenkt, allerdings sollte man in keinster weise übertreiben und dem Baby jede Freiheit nehmen.
    Gruß

  2. Ein Wohnung für Kleinkinder zu sichern ist eine Aufgabe für sich. Als Großeltern war es für uns eine richtige Herausforderung. Wegräumen, hoch stellen und Sicherungen anbringen… aber für unser Enkel war uns keine Hürde zu groß.

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