Upcycling

Mit Upcycling aus Altem Neues schaffen

Durchforstet ihr die modischen Trends der letzten Jahre, trefft ihr auf den Begriff Upcycling. Upcycling ist eine noch umweltfreundlichere Methode als das altbekannte Recycling. Was Upcycling ist und wie ihr diesen Trend zu Hause realisieren könnt, verraten wir euch in diesem Artikel.

Upcycling

Upcycling – ©Beboy Fotolia.com

Hintergrund des Upcycling:

Jeder kennt den Begriff Recycling. Aufgrund des zunehmenden Wohlstandes und des steigenden Konsums, gab es in den 60er und 70er Jahren stetig wachsende Müllberge, die eine wahre Not waren. Aus dieser Not heraus entstand die Idee des Recyclings in seiner heutigen Form. Die früheste Form lässt sich bereits bei den Römern erkennen, welche ihre alten Glassplitter einschmolzen, um neue Flaschen daraus zu fertigen. Grüne Aktivitsten förderten das Recycling. Dadurch gehört Recycling heute zu unserem Alltag.

Vor einigen Jahren kam ein neuer grüner Trend auf: Das Upcycling. Bereits Mitte der 90er Jahre erwähnte eine britische Zeitschrift den Begriff. Als Allegorie zum Recycling (Re: wieder) bildet das Upcycling (Up: Auf, Hoch) eine neue Art des Umweltbewusstseins. Upcycling steht also für Aufwertung. Wer upcyclet der wertet Abfallprodukte und nutzlose Stoffe auf und wandelt sie in etwas neuwertiges um. Dieser Vorgang spart Energie, Zeit und Kosten. Aus dem Trend sind große Bewegungen und sogar Unternehmen entstanden. Dennoch betreibt die Mehrheit das Upcycling privat. Es ist so beliebt, da ein Gegenstand hunderte anderer und neuer Funktionen bekommt. Aus alten Dingen könnt ihr zahlreiche neue und wundervolle Produkte entwerfen.

Der Vorgang des Upcycling:

Beim Upcycling gibt es keinen vorgeschriebenen Vorgang. Die einzelnen Schritte hängen davon ab, welchen Gegenstand ihr aufwertet und was ihr daraus machen wollt.  Der Aufbau eines solchen Projektes umfasst meist ähnliche Schritte:

  1. Auswahl des Materials
  2. Säuberung des Materials
  3. Ausarbeitung der Idee
  4. Ausarbeitung der Vorgehensweise
  5. Durchführung der Vorgehensweise
  6. Optimierung der Idee

Ein Beispiel für das Upcycling:

Das bekannteste Beispiel für ein Upcycling Craft ist die Plantasche. Diese wird aus der Plane von LKW-Anhängern gefertigt. Das Material ist robust und widerstandsfähig und somit ein gutes Ausgangsmaterial für ein Upcycling-Projekt.

Zunächst solltet ihr die Planen gründlich säubern. Mit ein paar Ausschnitten könnt ihr wunderbar eine Tasche schneidern. Dafür braucht ihr eine Plane, eine Nähmaschine mit dem richtigen Garn sowie Tragegurt und Verzierungen. Mit einer Plantasche setzt ihr ein Statement in Sachen Umweltbewusstsein und habt ein einzigartiges und individuelles Accessoire.

Eine aufstrebende Designerin erkannte vor einiger Zeit, dass auch ausgediente Rettungswesten eine ideale Tasche ergeben. Die Inhaberen des Labels Bag to Life, welches seinen Sitz in Bayreuth hat, fertig mittlerweile zahlreiche verschiedenste Taschen aus den robusten Westen, die ihr im Internet erstehen könnt.

DIY-Ideas zum Upcycling:

Ideen für eigene Crafts gibt es im Internet zuhauf. Wir zeigen euch, welche ihr Zuhause nachmachen könnt:

Glühbirne als Vase:

Aus den ausgedienten Glübirnen könnt ihr in wenigen Schritten eine kleine Vase zaubern. Mit Hilfe einer Eisensäge entfernt ihr die Lötstelle des Pluspols und habt Zugang zum Inneren der Glühlampe. Mit Schraubenzieher, etwas Geschick und Kraft müsste ihr das Innenleben der Glühbrine entfernen. Damit die Vase später stehen bleibt, braucht ihr einen Sockel. Hier könnt ihr Zement und Sand nehmen oder ein kleines Kissen mit Granulat, Reis oder Linsen füllen und die Glühbrine darauf trappieren. Alternativ könnt ihr eure Glüh-Vase mit einer Schnur aufhängen. Diese ausgefallene Vase könnt ihr mit Wasser und Blumen befüllen oder mit Sand und kleinen Dekorationsgegenständen.

Regal aus einem alten Koffer:

Aus einem alten Koffer könnt ihr mit wenigen Handgriffen eine kleine Kommode zaubern. Falls ihr keinen alten Koffer besitzt, werdet ihr auf Trödelmärkten und im Internet fündig. Neben dem Koffer braucht ihr noch zugeschnittenes Holz, eine Stichsäge, Schleifpapier, Beize, Leim und einen Griff.

Zunächst müsst ihr den Koffer innen ausmessen, damit ihr wisst, wie groß die Holzbretter sein müssen. Diese könnt ihr entweder selber zuschneiden oder im Baumarkt zuschneiden lassen. Die Ecken der Bretter müsst ihr mit der Stichsäge rund absägen, da der Koffer eine eher runde From hat. Anschließen schleift ihr die Bretter ab und beizt oder lackiert sie in der von euch gewünschten Farbe. Die Bretter befestigt ihr innerhalb des Koffers auf der gewünschten Höhe mit dem Leim und lasst diesen trocknen. Nach Geschmack könnt ihr noch eine Griff anbringen, damit ihr den Koffer öffnen und schließen könnt. Oder ihr lasst den Griff weg und stellt den Koffer offen hin, das gibt einen tollen Hingucker.

Kommode aus einem alten Koffer:

Noch einfacher könnt ihr eine Kommode aus euren alten Koffern zaubern. Hier braucht ihr ein Regal, in welches eure alten Koffer reinpassen. Das könnt ihr kaufen oder selbst aus alten Holzbrettern anfertigen. Die Koffer könnt ihr in die Regalfächer hineinlegen und als Schubkästen verwenden. Dafür müsst ihr natürlichen den Deckel sorgfältig abmachen. Eventuell ausgefranzte Ecken könnt ihr abnähen. Hier seht ihr das Ergebnis:

upcycling Koffer

Upcycling Koffer-Kommode (c) http://blog.ruempelstilzchens-laden.de

Neben diesen Upcyclign Projekten gibt es noch zahlreiche weitere. Aus alten Polstern könnt ihr neue Kissen schaffen. Nicht mehr genutzte Surfbretter oder Skateboards könnt ihr zum Regal umfunktioneren oder alte Plastikflaschen als kleine hängende Beete nutzen. Ihr könnt eurer Kreativität freien Lauf lassen und zugleich mit dem Upcycling Gutes für die Umwelt tun.

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Über Franziska Schönbach

Franziska schreibt für wohnung-einrichten.net

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