Beim Umzug an alles gedacht? Ummelden nicht vergessen!

Der Umzugstermin steht an und alles ist gut organisiert? Hoffentlich habt ihr schon vor dem Wohnortwechsel euren Telefon-, Internet-, Wasser- und Stromanbietern mitgeteilt, dass ihr ein neues Zuhause beziehen werdet. Ist der Umzug in die neue Wohnung dann erledigt, liegt der anstrengendste Teil des Wohnortwechsels hinter euch. Allerdings warten noch bürokratische To-dos auf euch wie das Ummelden. Diese Behörden und Institutionen solltet ihr über euren Wohnortwechsel informieren.

Ummelden, Anmelden, Umzug. Foto: vitec40 / Adobe Stock

Nach dem Umzug müsst ihr Behörden und Vertragspartner über euren Adresswechsel informieren. Foto: vitec40 / Adobe Stock

Neuen Wohnort anmelden

Wenn ihr in eine andere Stadt zieht, müsst ihr euren neuen Wohnsitz anmelden. Dies könnt ihr im Einwohnermeldeamt oder im Bürgeramt eures neuen Wohnorts machen. Wenn ihr in der gleichen Stadt bleibt, müsst ihr euch im Einwohnermeldeamt ummelden.

Für die An- beziehungsweise Ummeldung müsst ihr folgende Unterlagen mitnehmen:
• Personalausweise aller Personen, die mit in die neue Wohnung ziehen
• Reisepässe aller Personen, denn es wird in alle Ausweisdokumente die neue Adresse eingetragen
• Ein ausgefülltes Meldeformular
• Zieht ihr in eine Mietwohnung händigt euch der Vermieter eine Wohnungsgeberbestätigung, auch Vermieterbescheinigung genannt, aus. Diese ist dringend notwendig, damit ihr euch an- bzw. ummelden könnt.

Auto ummelden

Seit 2015 könnt ihr euer Kfz-Nummernschild behalten, auch wenn ihr innerhalb Deutschlands in eine andere Stadt zieht. Trotzdem muss das Gefährt an der neuen Zulassungsstelle umgemeldet werden.

Für das Ummelden eures Fahrzeugs braucht ihr:
• Fahrzeugschein und -brief
• Personalausweis
• Elektronische Versicherungsbestätigung eurer KFZ-Versicherung
• Aktuelles TÜV-Zertifikat über die Hauptuntersuchung
• SEPA-Mandat für den Einzug der Kfz-Steuer
• Eure alten Nummernschilder, falls ihr neue Nummernschilder braucht

Viele Bürger- beziehungsweise Einwohnermeldeämter bieten den Service an, dass das Auto gleich zusammen mit dem Wohnsitz umgemeldet werden kann. So spart ihr euch den zusätzlichen Weg zur örtlichen Zulassungsstelle. Ohne neues Nummernschild kostet das Ummelden circa 30 Euro. Überlegt euch schon im Vorfeld, ob ihr einen Bewohnerausweis für die Anwohnerparkplätze an eurer neuen Adresse beantragen wollt.

Nachdem ihr euer Fahrzeug umgemeldet habt, könntet ihr Post von eurer Kfz-Versicherung bekommen. Ändert sich durch den Umzug die Regionalklasse eures Fahrzeugs, wird die Versicherung neu berechnet.

Immer erreichbar – Telefon & Internet ummelden

Achtung – ein Umzug ist nur dann ein Kündigungsgrund für den Telefon- und Internetanbieter, wenn dieser am neuen Wohnort nicht verfügbar ist. Fragt rechtzeitig bei eurem Dienstleister nach und erkundigt euch, ob er an der neuen Adresse die gleichen Leistungen anbietet. Bei einem Umzug dürfen sich weder die Konditionen noch die Laufzeit des Vertrages ändern. Kann der Anbieter am neuen Wohnort nicht die gleichen Leistungen bereitstellen, dürft ihr von eurem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und den Vertrag mit einer vierteljährigen Frist zum Monatsende kündigen.

Versorger für Wasser, Strom und Gas

Sobald der Umzugstermin feststeht, solltet ihr euch frühzeitig bei euren Versorgungsunternehmen für Wasser, Strom und ggf. Gas melden und eure Verträge entweder kündigen oder auf die neue Adresse umschreiben lassen. Genaue Informationen über die Kündigungszeiten beziehungsweise -bedingungen, stehen in eurem Versorgungsvertrag. Notiert beim Auszug aus der alten Wohnung sowie beim Einzug ins neue Zuhause die Zählerstände für Wasser und Strom. Das erleichtert die jährliche Abrechnung.

Müsst ihr euch am neuen Wohnort einen Stromlieferanten suchen, gibt es im Internet kostenlos einen Stromvergleich, der den günstigsten Anbieter in eurer Wohngegend findet. Dazu müsst ihr lediglich euren durchschnittlichen Jahresstromverbrauch wissen und schon bekommt ihr eine ausführliche Liste mit Angeboten.

Neue Adresse mitteilen

Wenn an eurem neuen Wohnort ein anders Finanzamt für euch zuständig ist als bisher, müsst ihr eurem alten Finanzamt den Umzug melden. Entweder ihr schreibt eine kurze E-Mail mit eurer neuen Adresse oder ruft bei der Behörde an. Problematisch wird es, wenn ihr eure Steuerunterlagen beim neuen Finanzamt abgebt und die vorher zuständige Behörde davon nichts weiß. Sie wird dann irgendwann versuchen, euch Versäumniszuschläge oder eine Steuerschätzung an die alte Adresse zu schicken. Erst, wenn ihr dem alten Finanzamt Geld schuldig seid, wird es eure aktuelle Adresse ausfindig machen. Das kann dann teuer werden.

Neben dem Finanzamt solltet ihr eure neue Adresse auch euren Banken und Versicherungen, vor allem der Hausratversicherung melden. Überprüft bei der Hausratversicherung auch, ob die Versicherungssumme noch stimmt.

Bezieht ihr Leistungen vom Arbeitsamt, der Familienkasse oder Bafög, müsst ihr euren Umzug natürlich auch hier melden. Informiert die zuständigen Stellen schon im Vorfeld über den Adresswechsel. Ebenso müsst ihr eure Adressänderung bei der GEZ melden. Auf der Internetseite der GEZ gibt es hierzu ein Online-Formular.

Hier ein Überblick, wann ihr was erledigen solltet:

1 Monat vor dem Umzug
• den Telefonanbieter kontaktieren und den neuen Anschluss beantragen
• Kabel- beziehungsweise Internetanbieter im gleichen Zug informieren

2 Wochen vor dem Umzug
• Nachsendeauftrag bei der Post beantragen
• Abonnierte Tageszeitung oder Zeitschriften ummelden
• Strom- beziehungsweise Gasanbieter informieren

1 Woche vor dem Umzug
• Umzug bei der GEZ melden, das geht online ganz schnell und einfach
• Dem Arbeitgeber die neue Adresse melden
• Die Hausbank über die neue Anschrift informieren

Nach dem Umzug
• Beim Einwohnermeldeamt die neue Adresse anmelden. Wenn ihr einen Hund habt, könnt ihr diesen gleich mit ummelden.
• Das Auto ummelden
• Eventuell Versicherungspolicen aktualisieren
• Krankenkasse über den Umzug informieren

Beim Umzug an alles gedacht? Ummelden nicht vergessen!
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Ein Kommentar

  1. Die Ummeldung ist selbstverständlich eine wichtige Angelegenheit. Sollte man nicht vergessen. Danke das Ihr euch für andere die Arbeit macht und einen solchen tollen Blog verfasst.

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