So gelingt die perfekte Gartengestaltung

So gelingt die perfekte Gartengestaltung – Unsere Top-Anleitung

 

Gartengestaltung

Der Garten als grüne Wohlfühloase (c) Jürgen Flächle – Fotolia.com

Die Gartengestaltung

Wenn ihr einen Garten neu anlegen oder gestalten wollt, ist eine gut durchdachte Planung besonders wichtig. Ihr braucht Informationen über die Beschaffenheit eures Gartenbodens, die unterschiedlichen Blühphasen und Wuchshöhen der Pflanzen und müsst euch vorher darüber im Klaren sein, wie ihr euren Garten nutzen wollt. Es gibt die unterschiedlichsten Stile und Nutzungsmöglichkeiten, zwischen denen ihr euch entscheiden könnt. Zu den bekanntesten zählen Folgende:

  • Blumengärten mit Stauden- und Blumenbeeten
  • Nutzgärten
  • Steingärten
  • Moderne Gärten
  • Staudengärten
  • Naturgärten
  • Pflegeleichte Gärten

Weitere Möglichkeiten sind Rhododendrongärten, die eine schlichte und moderne Eleganz ausstrahlen, Schattengärten mit Farnen, Schaumblüten, Kaukasus-Vergissmeinnicht und Bergwald-Storchschnabel sowie Gärten im mediterranen Stil, Kiesgärten und Kräutergärten.

Für die Entscheidung ist wichtig, dass der Stil zum Gesamtbild des Hauses passt. Bei der Gartengestaltung empfehlen wir, dass ihr euch bereits im Winter darüber Gedanken macht, egal ob ihr den Garten komplett neu anlegt oder nur neu gestaltet.

Tipp: Wenn ihr bereits einen bestehenden Garten habt, schießt jeden Monat ein Foto davon. Beim Vergleichen der einzelnen Bilder fallen euch schnell Ungleichgewichte bei der Bepflanzung im Jahresverlauf auf. Ihr seht zum Beispiel, ob es in manchen Wochen Lücken in euren Beeten gibt, weil eine Pflanze bereits verblüht ist und noch keine andere ihre Blütephase hat.

 

Es empfiehlt sich, einen Gartenplan aufzustellen. Dieser sollte eine genaue, maßstabsgetreue Skizze des Gartens beinhalten. Auf dieser kennzeichnet ihr, was ihr in welcher Ecke des Gartens platzieren wollt. Das können beispielsweise Sitzgruppen, ein Gartenteich, Blumen- oder Gemüsebeete sein. Zusätzlich solltet ihr einen Jahresplan für die Bepflanzung aufstellen. Haltet euch die genauen Blütephasen der einzelnen Pflanzen fest und zeichnet die nötigen Abstände zwischen den Gewächsen in die Skizze ein. Weiterhin solltet ihr notieren, wann die Blumen, Sträucher oder Gemüsesorten angepflanzt werden müssen, damit sie gut gedeihen.

Tipp: Denkt daran, dass ihr ausreichend Ruheplätze einplant. Diese sollten auf einer ebenen Fläche platziert sein, damit Tisch, Stühle oder Bänke sicher stehen. Der Untergrund sollte zudem rutschfest sein. Um das Ambiente perfekt zu machen, könnt ihr die Sitzgruppen mit Blumen, Kräuter oder Duftpflanzen einrahmen.

 

Gartengestaltung, Duftpflanzen

Eine von Duftpflanzen eingegrenzte Bank im Garten (c) pelphoto – Fotolia.com

Zu den Grundsätzen der Gartengestaltung zählt das Motto „weniger ist mehr“. Egal wie abgedroschen dies erscheinen mag, ein überladener Garten wirkt unruhig und erdrückend. Haltet euch bei der Gestaltung eines Beetes oder einer Sitzgruppe an einfache Grundformen wie Kreise, Vierecke und Dreiecke. Für ein harmonisches Bild, das gleichzeitig optische Highlights bietet, empfehlen wir, mit Kontrasten zu arbeiten. Kombiniert Pflanzen in komplementären Farben, runde und gedrungene Formen mit hochgewachsenen Pflanzen oder platziert Gewächse mit hellen Blüten und Blattfarben vor dunkeln Hecken.

Die verschiedenen Gartenstile

Der pflegeleichte Garten

Etwa 9% aller Deutschen arbeiten mehrmals wöchentlich im Garten. Wollt ihr hingegen mehr genießen als arbeiten, solltet ihr bereits bei der Gartengestaltung über einen pflegeleichten Garten nachdenken.

Verwendet für diesen ausschließlich verrottungsfreie Baustoffe wie Klinker, Natursteine oder Metallbauteile. So müsst ihr nicht in regelmäßigen Abständen die Materialien erneuern. Das spart euch nicht nur Zeit und Mühe, sondern auch Kosten.

Wer einen Großteil des Gartens als Rasenfläche anlegt, spart sich eine Menge Arbeit. In der Keimphase ist der Boden feucht zu halten. Wenn das Gras herangewachsen ist, reichen meist die Niederschläge als Bewässerung aus. Lediglich im Sommer solltet ihr den Rasen morgens oder abends regelmäßig gießen. Des Weiteren solltet ihr ihn drei bis vier Mal im Monat mähen.

In einem pflegeleichten Garten müsst ihr nicht auf leckeres Obst, Gemüse oder bunte Blumen verzichten. Wer sich gut über die Gewächse informiert, kann gezielt Pflanzen kaufen, die wenig Nährstoffe und Pflege benötigen. Hierzu zählen beispielsweise Bodendecker. Diese sehen nicht nur gut aus, sondern verhindern auch den Wuchs von störendem Unkraut. In folgender Tabelle findet ihr die wichtigsten Informationen über verschiedene Arten von Bodendeckerpflanzen.

Pflanze Blütezeit Standort
Bergwald-Storchschnabel Mai bis August Sonnig bis Schattig
Braunelle Juli bis September Sonnig bis Halbschattig
Bruchkraut Juni bis August Sonnig
Elfenblume April bis Mai Halbschattig bis Schattig
Federnelke Mai bis Juni Sonnig
Hohe Fetthenne September bis Oktober Sonnig bis Halbschattig
Chinesische Bleiwurz August bis Oktober Sonnig bis Schattig
Frühlings-Gedenkemein April bis Mai Halbschattig bis Schattig
Hängepolster-Glockenblume Juni bis August Sonnig und Halbschattig

Auch auf ein Gemüsebeet müsst ihr im pflegeleichten Garten nicht verzichten. Kürbisgewächse, Buschbohnen, Feldsalat und Küchenkräuter zeichnen sich durch einen geringen Bedarf an Nährstoffen aus. Tipps zur Zucht von Kräutern lest ihr hier. Pflanzt eure Kräuter möglichst nahe an den Hauseingang, so habt ihr kurze Wege zwischen dem Kräutern und der Küche.

Tipp: Es lohnt sich, Beete zu Mulchen. Rindenmulch beispielsweise besteht aus zerkleinerter Nadelbaum-Rinde und hält den Boden dauerhaft feucht. Aus diesem Grund muss man ein gemulchtes Beet seltener gießen als eines ohne Mulche. Zudem verhindert es das Wachstum von Unkraut.

 

Einheimische Pflanzen, die an die Standortbedingungen in eurem Garten angepasst sind, sind pflegeleichter als exotische Pflanzen oder Pflanzen aus anderen Regionen in Deutschland. Seht euch am besten in der freien Natur und in der Nachbarschaft um, welche Pflanzen dort gedeihen, und holt euch den professionellen Rat eines Gärtners.

Eine weitere Arbeitserleichterung im Garten sind Hochbeete. Sie bieten nicht nur einen optimalen Boden für Pflanzen, sondern erleichtern zusätzlich die Pflege der Gewächse, da man sich nicht bücken muss. Ein weiter Pluspunkt ist, dass sie für das Alter eine ideale Alternative zu normalen Beeten sind. Dem Gießen entgeht ihr durch die Installation eines automatischen Bewässerungssystems. Es gibt sowohl Rasenbewässerungssysteme als auch einzelne, kleine Sprenkler für Blumentöpfe und -beete.

Der Staudengarten

Gartengestaltung, Staudenbeet

Ein farbenfrohes Staudenbeet im egienen Garten (c) miket – Fotolia.com

Staudengärten zählen zu den vielseitigsten und pflegeleichtesten Formen der Gartengestaltung. Einheimische Stauden sind besonders pflegeleicht, da sie dem hiesigen Wetter gegenüber robust sind und zu den winterharten Pflanzen zählen. Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die keine verholzenden bzw. verholzten Triebe entwickeln. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann aus der Zwiebel neu aus.

Der Vorteil für Euch: Ihr müsst euch nicht jedes Jahr um neue Pflanzen kümmern. Es gibt sogar immergrüne Stauden wie die Schleifenblume, die Christrose oder das Sonnenröschen. Diese verschönern euren Garten selbst bei tristem Winterwetter.

Wenn ihr ein Staudenbeet anlegen wollt, kennzeichnet ihr zuerst die Pflanzzonen für die verschiedenen Staudenarten. Dies macht ihr am besten mit Sand. Topft eure Stauden anschließend aus. Falls die Wurzel fest sitzen sollte, könnt ihr den Topf seitlich mit einer Gartenschere aufschneiden.

Tipp: Gute Stauden erkennt ihr daran, dass die Ballen durchgewurzelt sind und die Fasern weiß. Sind die Fasern bräunlich, deutet dies auf Fäulnis hin und ihr sollet die Stauden nicht einpflanzen.

 

Bevor ihr die Stauden einsetzt, müsst ihr sie gut wässern. Dazu stellt ihr sie am besten in einen Eimer voller Wasser und wartet, bis sich der Ballen vollgesaugt hat. Jetzt könnt ihr die Pflanzen nach Plan im Beet platzieren. Dabei ist es wichtig auf die richtigen Abstände zu achten. Das Ziel ist, einen geschlossenen Pflanzenbestand zu erhalten. Das ist erreicht, wenn sich die Blätter der verschiedenen Stauden leicht berühren und den Boden unter ihnen beschatten. Auf diese Weise halten die Pflanzen wertvolle Feuchtigkeit im Boden und verhindern das Keimen von Unkraut. Das Pflanzloch für eure Stauden sollte etwa doppelt so groß wie der Ballen sein. Zusätzlich könnt ihr organischen Dünger in das Loch hineingeben und anschließend die Pflanze einsetzten. Zum Schluss füllt ihr den Aushub wieder in das Loch ein und drückt ihn fest. Dabei sollte die Staude soweit im Boden sitzen, wie sie vorher auch im Topf in der Erde war.

Normalerweise ist bei der Zucht von Stauden kein weiteres Düngen nötig. Etwas Kompost unterstützt die Blüte zusätzlich. Auch regelmäßiges Wässern könnt ihr euch sparen. Nur bei ungewöhnlichen Trockenphasen sollte zusätzlich gegossen werden. Bei manchen Stauden lohnt sich ein Rückschnitt nach der Blüte: Beispielsweise Rittersporn und Katzenminze blühen dann im Spätsommer ein zweites Mal.

Stauden lassen sich einfach vermehren. Dafür müsst ihr lediglich den Wurzelballen der Staude teilen und einzeln wieder einpflanzen. Ende August bis Anfang September ist der beste Zeitraum, um Stauden zu teilen. Dann habt ihr im nächsten Jahr zwei statt einer Staude dieser Sorte.

Beispiele für Staudenarten:

Pflanze Blütezeit Standort
Blaukissen April bis Mai Sonnig
Polsterphlox Mai bis Juni Sonnig
Hornkraut Mai bis Juni Sonnig
Pfingstnelke Mai bis Juni Sonnig
Moos-Steinbrech Mai Sonnig bis Schattig
Blauraute Juli bis Oktober Sonnig
Perlkörbchen August bis Oktober Sonnig
Eisenkraut Juli bis Oktober Sonnig
Wolfsmilch April bis Mai Sonnig
Thymian Juli bis September Sonnig
Rittersporn Juni bis September Sonnig
Katzenminze Juni bis September Sonnig
Salbei Juni bis August Sonnig
Astern September bis Oktober Sonnig

 

Der Steingarten

Gartengestaltung, Steingarten

Ein Steingarten mit Stauden (c) onepony – Fotolia.com

Eine weitere Form der Gartengestaltung ist der Steingarten. Er ahmt das Flair des alpinen Raumes nach. Das Grundelement eines solchen Gartens sind Steinmaterialien. Wichtig ist, keine zu kleinen Steine zu verwenden und überwiegend auf helles Gestein zurückzugreifen. Welche Arten von Stein ihr benutzt, ist egal. Authentisch wirkt es, wenn ihr bei einer Gesteinssorte bleibt und diese konsequent im Steingarten aufbaut. Geeignete Steine gibt es im Steinbruch zu kaufen.

Steingärten sind eher Zier- als Nutzgärten und eigenen sich daher nicht für den Gemüseanbau. Durch den starken Kontrast zwischen Pflanzen und Steinen entsteht ein optischer Hingucker. Idealerweise liegen Steingärten an einem süd- oder südwestwärts gewandten Hang. Auf einem flachen Grundstück könnt ihr einen solchen Hang aufschütten. Kies, Schotter oder Mauerschutt eigenen sich als Basis des künstlichen Hügels besonders gut. Diese Materialien sorgen dafür, dass der Garten entwässert wird – das ist überlebenswichtig für eure Bergpflanzen.

Auf dem (künstlichen) Hügel werden in ungleichmäßigen Abständen kleinere und größere Steine so platziert, dass sie auf ihrer breitesten Fläche aufliegen. So verrutschen oder kippen die Steine nicht so leicht. An höheren Stellen können sie auch aufgerichtet stehen. Für Nischen und Mulden verwendet ihr flache Steine. Damit alle Steine sicher an ihrem Platz bleiben, solltet ihr sie einige Zentimeter in den Kies eingraben.

Nun geht es an das Setzen der Gewächse. Besonders geeignet sind Polsterstauden, die einen weichen Kontrast zu den Steinen bilden, ebenso wie Blumenzwiebeln, Gehölze und Nadelgehölze. Hebt zum Pflanzen kleine Löcher aus und füllt sie mit einer Mischung aus Natursteindünger und Pflanzerde. Anschließend setzt ihr die Pflanzen in die Löcher ein. Danach füllt ihr alle Lücken und Hohlräume sorgfältig mit Substrat auf. Verbleiben Hohlräume, rutscht das Substrat nach und Steine sowie Pflanzen liegen frei. Dies solltet ihr verhindern, damit euer Steingarten stabil wird. Außerdem locken freiliegende Pflanzenwurzeln Mäuse und Ratten an. Verteilt daher das Substrat gewissenhaft. In der nachfolgenden Tabelle findet ihr ein paar Beispiele für geeignete Pflanzen im Steingarten.

Pflanze Blütezeit Standort
Steinbreche April, Mai sonnig
Glockenblume Mai bis August Helle aber keine direkte Sonne
Primeln Januar bis Mai Sonnig, Halbschattig
Enzian Juli bis September Sonnig
Grasnelke Mai bis Juli Sonnig
Dachwurz Juni, Juli Sonnig, Warm
Kuhschelle Mais bis Juli Sonnig
Blaukissen April, Mai Sonnig
Alpen Edelweiß Juni bis August Sonnig

 

Der moderne Garten

Gartengestaltung, Buchsbaum

Buchsbaumkugeln sind ein tpyisches Element des modernen Gartens (c) klickerminth – Fotolia.com

Ein moderner Garten zeichnet sich durch klar definierte Linien und Formen in der Gartengestaltung aus. Er ist an die Architektur des Hauses angepasst und vermittelt Atmosphäre. Die Farben und Materialien von Terrassen, Wegen und Mauern des modernen Gartens sind auch im Haus wiederzufinden. Für Individualität und Spannung sorgt ein Mix aus geometrischen Formen, die sich in Plätzen, Beeten und Pflanzenformen finden. Ein weiteres Merkmal des modernen Gartens sind die verwendeten Baustoffe, allen voran Beton, Glas, Edelstahl, Kunststoff und Naturstein. Für eine moderne Optik sind schlichte Pflanzgefäße und Kunstobjekte sowie ausdrucksstarke Gräser und Gehölz geeignet. Passende Pflanzen sind beispielsweise Eiben, Kirschlorbeer, Buchs, Scheinzypressen, Lebensbäume, Bambus, Gräser und Ahorn. Im ganzen Garten steht Ästhetik und Ruhe im Vordergrund. Deshalb wählt ihr im modernen Garten besser wenige, ausgewählte Pflanzen und verzichtet auf bunte Beetkombinationen. Als besonderer Hingucker bietet sich ein eingefasster Wasserstreifen mit Quellsteinen an. Um Rasen und Beete von Sitzgelegenheiten und Terrassen abzugrenzen, eigenen sich Gabionen, die mit großen Kieseln gefüllt sind. Um den modernen Garten perfekt zu machen, solltet ihr nur wenige Farben verwenden und auf einheitliche Materialien zurückgreifen.

Gartenbeete

In eurem Garten könnt ihr sowohl Blumen- als auch Gemüsebeete anlegen. Wollt ihr es pflegeleicht und rückenschonend, bieten sich Hochbeete an. Gebt beim Anlegen des Beetes natürliche Dünger, Humus oder Mulch in das Erdreich und lockert dieses ab und an mit einer Harke auf. So entstehen optimale Lebensbedingungen für Insekten, Bakterien, Pilze und Regenwürmer, die das Beet lockern. So bleiben den Pflanzen wertvolle Nährstoffe erhalten.

Das Blumenbeet

Gartengestaltung, Blumenbeet

Ein üppig blühenedes Blumenbeet als Blickfang im Garten (c) Serghei Velusceac – Fotolia.com

Blumenbeete sind eindrucksvoll, wenn mehrere Pflanzen gleichzeitig in Blüte stehen. Eine gelungene Farbkomposition mit Blumen in zwei bis drei Grundfarbtönen rundet das Erscheinungsbild des Beetes ab. So erscheint es lebhaft, aber nicht zu unruhig. Idealerweise pflanzt ihr dieselben Pflanzen an mehreren Stellen des Beetes ein.

Beim Anlegen des Beetes solltet ihr darauf achten, dass ihr nur Blumen verwendet, die auf den jeweiligen Standort und den Boden abgestimmt sind. Nur, wenn die Pflanze ausreichend Licht beziehungsweise Schatten sowie die richtigen Nährstoffe bekommt, kann sie gedeihen. Nachfolgend ein paar Beispiele:

  • Schattenliebende Pflanzen: Bergenie, Herzlilie, Fingerhut, Federnelke, Gedenkemein oder Fuchsien
  • Blumen, die den Halbschatten mögen: Prachtspiere, Glockenblume, Lederblümchen, Eisenhut, Krokusse
  • Sonnenliebende Pflanzen: Geranie, Petunie, Margerite, Nelken, Sonnenblumen, Tulpen

Kombiniert bei der Gartengestaltung sogenannte Leit-, Begleit- und Streupflanzen. Leitpflanzen, auch Gerüstpflanzen genannt, sind hoch wachsende Blumen, die das Erscheinungsbild des Beetes prägen. Ist das Beet groß genug, könnt ihr eine Leitpflanze in die Mitte pflanzen und die Begleit- und Füllpflanzen um sie herum setzen. Beispiele für Leitpflanzen sind Fackellilie, Phlox, Silberkerze, Mohn oder Steppenkerze. Der mittlere Bereich eines Blumenbeets besteht aus den Begleitpflanzen. Diese sind in der Regel niedrige bis mittelhohe Stauden wie zum Beispiel Taglilien, Mädchenauge, Sommermargerite oder Sonnenhut. Wichtig ist eine harmonische Abstimmung der Farben von Leit- und Begleitpflanzen. Mit den Streupflanzen füllt ihr schließlich kleine Lücken im Beet auf. Hier eignen sich Bodendecker, niedrige Stauden und Zwiebelblumen.

Das Immergrüne, winterharte Beet

Wer nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter einen grünen Garten möchte, sollte ein paar immergrüne Gewächse einpflanzen oder Pflanzen mit unterschiedlichen Blühphasen geschickt kombinieren.

Für die Gartengestaltung geeignete Winterharte Pflanzen sind beispielsweise:

  • Winterharte Fuchsie
  • Winterharter Eukalyptus
  • Winterharte Bananen-Staude
  • Winterharte Passionsblume
  • Blauschwingel
  • Bartblume Blauer Spatz
  • Stockrose
  • Heidennelke
  • Bärenfellschwingel
  • Schneeball-Hortensie
  • Kriech-Wacholder
  • Blaukissen

 

Gartengestaltung, winterhart

Das Blaukissen ist eine winterharte Pflanze (c) wjarek – Fotolia.com

Gartengestaltung, herbstblume

Der weiße Steinbrech ist eine Herbstlume (c) palomitaß306 – Fotolia.com

Die nachfolgende Tabelle gibt euch eine Übersicht über Pflanzen mit unterschiedlichen Blühperioden:

Frühjahrsblüher Sommerblüher Herbstblumen Winterblüher
Blausterne Garten-Dhalien Herbst-Alpenveilchen Amur-Adonis
Buschwindröschen Fackellilie Herbst-Anemone Vorfrühlings-Alpenveilchen
Duftveilchen Gladiole Herbst-Blaustern Mischtschenko-Blaustern
Huflattich Rundblättrige Glockenblume Indisches Blumenrohr Christrose
Gelbe Narisse Kartäusernelke Herbst-Chrysantheme Korsischen Nieswurz
Schneeglanz Knollen-Begonie Hohe Fetthenne Märzenbecher
Spanisches Hasenglöckchen Lilien Herbstgoldbecher Erd-Primel
Kegelblume Löwenmaul Pracht-Herbst-Krokus Schneeglöckchen
Kriechender Hahnenfuß Garten-Nelke Oktober Steinbrech Winterling
Tipp: Platziert zusätzlich Blumentöpfe zwischen den Pflanzen in eurem Beet. Die könnt ihr einfach austauschen und je nach Jahreszeit neu bepflanzen.

Das Gemüsebeet

Gartengestaltung, Gemüsebeet

Ein Gemüsebeet im Garten zur Selbstversorgung (c) nikoendres – Fotolia.com

Ein Gemüsebeet verwandelt euren Garten in eine kleine Selbstversorgerzone. Die wichtigste Grundregel ist, ein Gemüsebeet nicht im Schatten anzulegen. Schließlich benötigen fast alle Sorten einen sonnigen, aber windgeschützten Platz. Das einzelne Beet sollte nicht breiter als 130 Zentimeter sein, so könnt ihr die Mitte bequem von beiden Seiten erreichen. Wichtig ist zudem, dass ihr die Beete einfasst. Das verleiht nicht nur eine optische Struktur, sondern sorgt auch dafür, dass der nährstoffreiche Mutterboden nicht von Regen weggeschwemmt wird. Als Materialen für die Einfassung eignen sich witterungsbeständige Holzbohlen aus Lärchen- oder Eichenholz ebenso wie Ziegelsteine.

Die wichtigsten Grundvoraussetzungen für ein gelungenes Gemüsebeet sind ein nährstoffreicher Boden und hochwertiges Saatgut. Am besten eignet sich ein lockerer, humoser Boden, den ihr bei Bedarf mit einem Lehm-Sand-Gemisch aufwertet. Gerade für Neulinge in der Gartengestaltung ist es einfacher, bereits vorgezogene Pflanzen zu kaufen. Wenn ihr Saatgut verwendet, empfehlen wir euch, alles aufzubrauchen. Je länger Saatgut lagert, desto stärker wird die Keimfähigkeit beeinträchtigt.

Tipp: Mit einem Kulturvlies helft ihr dem Wachstum der Pflanzen nach. Tagesüber speichert es die Sonnenwärme und schützt die Pflanzen vor Frost.

 

Teilt die Pflanzen in zwei Gruppen ein. Und zwar in die Arten mit langer Wachstumszeit, auch Hauptkulturen genannt, und in Pflanzen mit kürzerer Wachstumszeit, die sogenannten Vor- und Nachkulturen. Hauptkulturen sind beispielsweise Kartoffeln, Möhren oder Gurken. Zu den Vor- und Nachkulturen gehören unter anderem Buschbohnen, Winterporree, Feldsalat, Kohlrabi, Spinat und Radieschen. Am besten gedeiht euer Gemüse, wenn ihr eine Hauptkultur mit einer Vor- oder Nachkultur kombiniert. Pflanzt erst die Gemüsesorte mit der kurzen Wachstumszeit ein. Nach deren Ernte pflanzt ihr die Hauptkultur ein oder andersherum. Gut passen beispielsweise Spinat und Möhren oder Buschbohnen und Kartoffeln zusammen.

Damit die Pflanzen mehrere Jahre lang in eurem Gemüsebeet gedeihen können, ist ein Fruchtwechsel nötig. Das bedeutet, dass ihr jährlich die Anbaufläche für die einzelnen Gemüsesorten wechselt. So werden dem Boden nicht zu einseitig Nährstoffe entzogen. Zudem beugt ihr Schädlingen und Krankheiten vor. Es gilt in einer Spanne von zwei Jahren keine Pflanzen aus derselben Familie anzubauen. Besonders wichtig ist der Fruchtwechsel bei Kohl- und Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln oder Tomaten. Eine Ausnahme bilden mehrjährige Pflanzen wie Spargel, Erdbeeren oder Rhabarber.

Besonders gut gedeihen eure Gemüsesorten, wenn ihr Mischkulturen anlegt. So konkurrieren die Pflanzen nicht um die Nährstoffe im Boden. In der Regel passen Gemüsesorten, die oberirdisch reifenden Früchte haben, gut zu Sorten, deren Früchte unterirdisch reifen. Würzpflanzen tragen zum Aroma ihrer Nachbarn bei, deshalb sind beispielsweise Koriander oder Kümmel ideale Nachbarn für Frühkartoffeln. Manche der intensiv duftenden Kräuter wehren Schädlinge ab oder beugen gegen Pflanzenkrankheiten vor. Weitere gute Nachbarschaften entstehen bei Knoblauch und Erdbeeren, da der Knoblauchduft die Erdbeermilben vertreibt. Dasselbe gilt für Petersilie und Karotten. Der Petersilienduft vertreibt Möhrenfliegen.

Es gibt eine Vielzahl an Gartengestaltungs-Möglichkeiten für euren perfekten Garten. Egal welche Größe er hat oder wie sein Standort beschaffen ist, jeder Garten kann zu einer Wohlfühloase werden.

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Über Franziska Schönbach

Franziska schreibt für wohnung-einrichten.net

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