So geht’s: Hochbeet selber bauen


Hochbeete sind bei Hobbygärtnern sehr beliebt. Sie haben die Vorteile, dass man sich beim Gärtnern nicht bücken muss und sogar im Sitzen arbeiten kann. Wir zeigen euch, wie ihr ein Hochbeet selber bauen könnt.

Vorteile des Hochbeets

Es gibt viele Gründe, die für ein Hochbeet sprechen. Beispielsweise kann man darin Pflanzen säen, die besondere Ansprüche an den Boden stellen. Schließlich hat man es selbst in der Hand, mit welcher Erde man das Beet füllt. Außerdem könnt Ihr den Boden des Hochbeets beim Befüllen mit Gartenabfällen füllen und diese so kompostieren. Die Kompostierung erzeugt zudem Wärme, welche die Pflanzen vor Kälte schützt Weiterhin ermöglicht ein Hochbeet rücken- und knieschonendes Arbeiten, weil man sich beim Gärtnern nicht bücken muss.

Hochbeet selber bauen

So geht’s: Hochbeet selber bauen © juergen 1980 – Fotolia.com

 

Hochbeet selber bauen: Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Bau eines Hochbeets sind:

  1. Genug Zeit, um dieses Projekt anzugehen.
  2. Genug Platz im Garten, um ein Hochbeet aufzustellen.
  3. Genug Geld, um die Materialien zu beschaffen.
  4. Lust und Spaß an diesem DIY Projekt.

 

Materialien

Wir beschreiben hier den Bau eines simplen Hochbeets mithilfe von Rasengittersteinen und Betonpflanzsteinen. Das ist einfach, schnell und preiswert. Außerdem können die Steine Wärme besser speichern als Holz und Metall und diese in der Nacht abgeben. Um ein solches Hochbeet selber zu bauen, sind folgende Materialien nötig:

  • Kieselsteine
  • Rasengittersteine
  • Betonpflanzsteine
  • Erde/Gartenabfälle

Rasengittersteine und Betonpflanzsteine haben ein beträchtliches Gewicht und sind sperrig. Wer kein großes Auto hat, muss deswegen öfter fahren oder sich einen Anhänger mieten.

 

Rasengittersteine für das Hochbeet

Rasengittersteine für das Hochbeet © maho – Fotolia.com

Konstruktion des Hochbeets

Das Fundament

Zuerst solltet ihr Rasengitter- und Betonpflanzsteine aussuchen, die euch gut gefallen. Anschließend überlegt ihr euch, wie viele Steine das Hochbeet lang und wie viele Steine es breit sein soll. Am besten legt ihr die
Steine dabei aus. Danach messt ihr Länge und Breite an der Außenseite der Steine ab. Diese Maße verwendet ihr als Maße für das Außenfundament. Spannt am besten eine Richtschnur, damit das Fundament gerade bleibt. Anschließend hebt ihr die abgesteckte Fläche in einer Tiefe von fünf Zentimetern aus. Begradigt die ausgehobene Fläche so gut wie möglich, damit das Beet später gerade steht. Um ein stabileres Fundament für die Rasengittersteine zu erhalten verteilt ihr am Rand der ausgehobenen Fläche feine Kieselsteine.


Der Kieselstein-Rand sollte so breit sein wie die Rasengittersteine. Die Mitte des Fundaments liegt noch frei. Die freie Fläche füllt ihr mit Erde auf, damit sie mit dem Kies eben ist. Ihr könnt jetzt die Rasengittersteine auf den Kies legen. Sind diese gelegt und angeordnet, ist das Fundament fertig.

 

Die Hochbeet-Wände

Auf das Fundament könnt ihr das Hochbeet bauen. Fangt in einer Ecke des Fundaments an und setzt den ersten Betonpflanzstein auf den Rasengitterstein. Den zweiten setzt ihr direkt daneben. Die Steine haben an den Rändern Fugen die ineinander fassen. Dadurch werden sie stabil. Setzt die Steine weiter Reih um, bis die erste Reihe Steine steht. Anschließend füllt Ihr die Betonpflanzsteine, welche innen hohl sind,  mit Erde oder Kies auf. Damit stabilisiert ihr die Wand von innen. Die zweite Reihe setzt ihr, einen halben Stein versetzt, auf die erste Reihe. So erhöht ihr die Stabilität der Hochbeet-Wände.  Schichtet so viele Reihen an Betonpflanzsteinen versetzt zueinander auf, bis das Beet für euch hoch genug ist. Vergesst aber nicht, jede Betonpflanzstein-Reihe mit Erde oder Kies zu füllen.

 

Befüllung und Bepflanzung des DIY-Hochbeets

Bevor ihr euer selbstgemachtes Hochbeet befüllt, solltet ihr ein Mausgitter innen auf den Boden auslegen. So verhindert ihr das Eindringen von Wühlmäusen. Anschließend füllt ihr das Beet mit folgenden Materialien:

Schicht (vom Boden aus)HöheFüllmaterial
5. SchichtBis zum oberen RandNährstoffreiche Erde
4. SchichtCa. 20 cmGrober Küchenkompost und Erde (ohne Fleisch- oder Fischabfälle)
3. SchichtCa. 10 cmGrober Kompost oder verrotteter Dung (ohne Fleisch- oder Fischabfälle)
2. SchichtCa. 10 cmHäckselgut, dünne Äste, unbedruckte Pappa/Karton
1. SchichtCa. 25 cmZweige, Laub, Strauchabfälle, Wurzelstöcke, etwas Erde

 

Die unteren beiden Schichten sorgen für eine gute Luftdurchlässigkeit des Hochbeets. Schicht drei und vier bestehen aus Kompost. Beim Verrottungsprozess gibt dieser Wärme ab, welche das Pflanzenwachstum im Hochbeet beschleunigt. Zudem wird aus dem Kompost nährstoffreiche Erde. Ist das Hochbeet mit Erde gefüllt, könnt ihr die Pflanzen hinein setzen. Besonders gut eignen sich Hochbeete für den Gemüse- und Kräuteranbau. Aufgrund der guten Erde und der Wärmespeicherung haben diese in einem Hochbeet einen besonders hohen Ertrag.

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About Franziska Schönbach

Franziska schreibt für wohnung-einrichten.net

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