Umweltverträglichkeit – nachhaltig produzierte Möbel

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema. Auch beim Möbelkauf könnt ihr auf die Umwelt achten. Für alle, die Nachhaltigkeit auch in ihre Wohnräume bringen wollen, gibt es hier Infos.

Wer ökologisch wertvolle und nachhaltig produzierte Möbel kaufen möchte, dem muss klar sein, dass extrem preisgrünstige und große Möbelhäuser nicht die erste Anlaufstelle sind. Es lohnt sich, vor allem langfristig, bei der Anschaffung etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Wenn ihr über die nächsten ein bis zwei Jahre hinaus denkt, dann rentiert sich die Anschaffung solide verarbeiteter Möbelstücke aus dauerhaften Materialien auch finanziell.  Mit billigen Möbeln spart ihr an falscher Stelle.

Nachhaltige Echtholzmöbel. Foto: U. Brothagen/fotolia.com

Echtholzmöbel und Parkett aus nachhaltiger Produktion. Foto: U. Brothagen/fotolia.com

Die Materialen zeigen schon auf den ersten Blick, ob es sich um ein umweltfreundliches Möbelstück handelt oder nicht. Klar ist, dass Kunststoffmöbel in relativ aufwendigen Prozessen hergestellt werden. Und auch bei der Entsorgung von Kunststoffen müsst ihr beachten, dass die Möbel verbrannt werden – und dabei enorm viel CO2 freisetzen. Nachwachsende Rohstoffe dagegen können oft die bessere Wahl sein. Selbstverständlich solltet ihr auch hier darauf achten, um welches Holz es sich handelt. Aktuell werden sehr gern die zugegebenermaßen sehr schicken Tropenhölzer verwendet. So schön Bangkirei und Co. auch sind: Es bleibt zu überlegen, ob es nicht für den eigenen Fußboden oder Balkonbelag Alternativen gibt: Regionale Hölzer, die nicht schon tausende von Kilometern Transport hinter sich haben und die nicht das Produkt gerodeter Regenwälder sind. Europäische Laubbäume wie Buche oder Eiche sehen meist ebenso gut aus. Der bewusste Konsument sollte sich beim Kauf von Holz für Fußböden oder Balkonmöbel auch von Ökosiegeln für Holzprodukte leiten lassen:

  • Das FSC-Siegel ist das bekannteste der Siegel und steht für „Forest Stewardship Council“. Aktuell sind nur ca. 5% des deutschen Waldes FSC-zertifiziert.Vor allem Teakholz solltet ihr nur kaufen, wenn es das FSC-Siegel trägt. FSC-Kriterien gelten als seriös und streng.
  • Das Naturlandsiegel kommt vom Naturland-Verband für ökologischen Landbau e.V., der den ökologischen Landbau weltweit fördert.
  • Das PEFC-Siegel steht für „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“. Dieses Siegel ist sehr verbreitet und zertifiziert rund zwei Drittel des deutschen Holzbestandes. Das Siegel hat allerdings keine so strengen Kriterien wie FSC. Umweltorganisationen kritisieren das Siegel, es garantiere keinesfalls ökologische Unbedenklichkeit.

Nachhaltig produzierte Möbel liegen derzeit im Trend: Wer immer noch denkt, Ökomöbel sehen auch „öko“ aus, der hat sich getäuscht. Stil und Modernität dominieren heute die Optik nachhaltig produzierter Möbel. Sie sind schick UND „grün“, was kann es also besseres geben?

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Über Hanna Zieglmayer

Hanna schreibt für Wohnung-einrichten.net.

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