Herbstdeko basteln mit Kürbis, Laub & Co.

Sobald sich die Bäume in rote und goldene Blättergewänder kleiden, steht der Herbst vor der Tür. Zeit, sich etwas von der Farbenpracht nach Hause zu holen. Wer seine Wohnung oder sein Haus herbstlich dekorieren möchte, findet hier gute Tipps. So wird die kalte Jahreszeit gemütlich.

Herbstdekoration - Windlicht mit Kastanien, Eicheln und Herbstblättern

Herbstliche Stimmung mit einfachen Mitteln erzeugen. Quelle: Pixabay

Herbstfarben aufgreifen

Traditionell wird das prächtige Farbenspiel des Herbstes in die Dekoration der eigenen vier Wände übernommen. Zu den Herbstfarben gehören:

  • das Gelb der Sonne, manchmal auch in gedeckten Varianten von senfgelb bis goldgelb
  • das Orange der Kürbisse mit Tendenzen zu Dunkelorange oder Ocker
  • das Rot herbstlicher Bäume, entweder leuchtend rot oder bordeauxrot
  • das Violett der Brombeeren oder Auberginen
  • das Grün des Mooses, tief und dunkel oder etwas heller
  • das Braun reifer Nüsse
  • das Grau eines regnerischen Tages, da es einen schönen Kontrast zu den sonst eher warmen Farben bildet

Die Herbstfarben der letzten Jahre im Überblick:

Viele Designer, aber auch Hersteller von Dekoration, Tapeten, Teppichen, Polstermöbeln und Wandfarben orientieren sich Jahr für Jahr an den Farbtrends des amerikanischen Farbinstituts Pantone.

Herbstfarben 2016

Rosenquarz, erdiges Rot, Himmelblau, Grau, Senfgelb

Herbstfarben 2017

Helles Grün, Grenadine-Rot, Marineblau, neutrales Grau, Gelbbraun, herbstliches Rotbraun

Herbstfarben 2018

Ultra-Violett, Bordeaux-Rot, Dunkelblau, Dunkelolive, exotisches Gelb

Quellen:

  • https://store.pantone.com/de/de/fashion-color-trend-report-new-york-fall-winter-2018
  • https://store.pantone.com/de/de/herbst-2017-fashion-color-report
  • https://www.pantone.com/color-intelligence/fashion-color-trend-report/fashion-color-report-fall-2016

Warm, wohlig und gemütlich – ein Platz zum Wohlfühlen

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, sehnen wir uns nach einem mollig warmen Heim. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Wohnzimmercouch mit kuscheligen Kissen und Decken auszustatten. Kissenhüllen und Deckenbezüge sind in vielen saisonal passenden Farben erhältlich.

Herbstliche Tischdeko – © Sunnydays fotolia.com

Teelichter oder einzelne große Kerzen sorgen als Eyecatcher für eine gemütliche und romantische Atmosphäre im Herbst. Um die Teelichter vor Zugwind zu schützen, eignen sich Teelichthalter aus bemaltem Glas – die Flamme wirft dann schöne flackernde Schatten. Große Stumpenkerzen kommen dagegen auf einem hübsch dekorierten Unterteller oder einer Schieferplatte gut zur Geltung.

Gabriele Wala, Redakteurin bei WEICON, zeigt in ihrem Blogartikel „Neue herbstliche Dekoideen für euer Zuhause“, wie ihr mit wenigen Handgriffen schöne Windlichter selbst basteln könnt.

Natürliche Herbstdeko: Die Natur nach Hause holen

Um eine wohlige, herbstliche Atmosphäre in der Wohnung zu schaffen, wird bei der Herbst-Deko gerne auf Materialien aus der Natur zurückgegriffen. So ist es gar nicht teuer, seine Wohnung herbstlich zu dekorieren. Natur-Deko findet ihr bei einem Spaziergang im Wald oder im Park. Herbstliches Obst wie Äpfel oder Quitten machen sich als Dekorationselemente gut und duften zudem himmlisch. Beerenzweige lassen sich gut in Gestecke einflechten.

Herbst - Früchte und Gemüse - Stillleben

Herbstfrüchte – © Floydine Fotolia.com

Herbstfrüchte, die sich auch als Herbstdekoration eignen

  • Äpfel
  • Quitten
  • Feigen
  • Mandarinen
  • Trauben
  • Pflaumen
  • Birnen
  • Hagebutten bzw. Hagebuttenzweige
  • Sanddorn

Ihr könnt außerdem Kastanien, Eicheln und Nüsse sammeln. Bemalt oder mit Glitzerspray besprüht geben sie eine schöne Streudekoration ab. Sie eignen sich zudem hervorragend zum Auffüllen von Windlichtern. Stellt zuerst eine Kerze in das Windlicht und füllt den unteren Teil des Glases mit Nüssen oder Eicheln auf.

Kastanienmännchen basteln

Unser Tipp: Kastanienmännchen sehen einfach in jeder Wohnung putzig aus. Es gibt zahllose Varianten, sie zu „bekleiden“. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für ein einfaches Kastanienmännchen braucht man

  • eine große, runde Kastanie für den Körper
  • zwei Kastanien mit einer flachen Seite für die Füße
  • eine kleine runde Kastanie für den Kopf
  • Streichhölzer oder Zahnstocher, die als Hals, Arme und Beine dienen
  • Einen Handbohrer für das Anbohren der Kastanien
  • Eventuell einen Kastanienhalter

Zuerst solltet ihr Löcher in die Kastanien vorbohren. So fällt es später leichter, die Zahnstocher einzusetzen. Wenn ihr keinen speziellen Kastanienhalter besitzt, spannt die Kastanie in einen Schraubstock ein. So kann sie nicht verrutschen. Achtung, nicht zu fest einspannen, sonst entstehen unerwünschte Riefen!

Bohrt die runde Kastanie für den Rumpf mit dem Handbohrer links, rechts und oben jeweils in der Mitte mit einem Handbohrer an. Das sind die Löcher für den Kopf und für die Arme. Auf der Unterseite macht ihr dann noch zwei Löcher für die Bein-Streichhölzer.

Halbiert einen Zahnstocher und steckt eine Hälfte als Hals in die große Kastanie. Als Arme sehen Streichhölzer besser aus als Zahnstocher. Steckt sie in die dafür vorgesehenen Bohrungen. Die roten oder grauen Zündköpfe stellen die Hände dar. In die Löcher für die Füße kommen wieder zwei Zahnstocher.

Die Kastanie für den Kopf wird mittig auf der Unterseite, die Kastanien für die Füße mittig auf der Oberseite angebohrt und mit dem Rumpf verbunden. Probiert nach dem Zusammenstecken aus, ob das Kastanienmännchen stehen kann. Korrigiert durch Kürzen des jeweiligen Zahnstochers den Stand eurer Figur.

Wenn ihr wollt, könnt ihr eurem Kastanienmännchen noch Wackelaugen geben. Sie werden mit Bastelkleber auf die Kopf-Kastanie geklebt. Ein bisschen Glitzerspray verleiht den lustigen Männchen einen edlen Auftritt.

Bauanleitung für ein Kastanienmännchen

Bauanleitung für ein Kastanienmännchen. Quelle: Pixabay

Laub, Blätter und Äste als Herbstdeko

Trockene Äste, Zweige oder buntes Laub ergeben einen bunten Kontrast und verschönern zum Beispiel Bastkörbe, Kerzenhalter oder Vasen.

Für eine schöne Blätter-Dekoration sollten die Blätter zuerst komplett trocken sein. Legt sie dazu flach zwischen zwei Löschblättern in ein dickes Buch und klappt es zu. Es kann bis zu einer Woche dauern, bis die Blätter getrocknet sind.

Um sie noch haltbarer und langlebiger zu machen, könnt ihr die Blätter mit Haarspray, Klarlack, Wachs oder Glyzerin behandeln. Mit etwas Gold-, Kupfer- oder Glitzerspray ergeben sich auch schöne Lichtreflexe. So sind sie als Wandschmuck oder in Bilderrahmen ein regelrechter Blickfang.

Der Kürbis – mehr als nur Halloween-Deko

Das wohl beliebteste Fest im Herbst ist Halloween. Nichts passt besser zu dem Grusel-Event am 31. Oktober als Kürbis-Deko. Doch Kürbisse können euch durch den gesamten Herbst bis in den Winter begleiten – entweder lustig-gruselig verziert oder klassisch und naturbelassen. Essbare Kürbisse und Zierkürbisse gibt es mittlerweile in vielen Gemüseläden oder teilweise sogar günstig im Supermarkt.

Habt ihr einen essbaren Kürbis gewählt, könnt ihr das Fruchtfleisch zu einem leckeren, herbstlichen Mahl weiterverarbeiten. Hier findet ihr leckere Kürbis-Inspiration von den Wohnsinnigen.

Smiling Pumpkin

Gruseliger Halloweenkürbis – © chas53 Fotolia.com

Wollt ihr den Kürbis aushöhlen und schnitzen, gibt es einiges zu beachten: Am leichtesten lässt sich das Fruchtfleisch lösen, wenn der Kürbis reif ist. Ihr erkennt das durch Klopfen auf die Frucht: Klingt sie hohl und ist die Schale hart, ist der Kürbis reif. Ein verholzter Stil ist ebenfalls ein Indikator für einen guten Reifegrad. Es ist ratsam, den Kürbis vor dem Schnitzen einige Wochen zu trocknen, damit er nicht so schnell zu faulen oder zu schimmeln beginnt. Hierfür lasst ihr die intakte Frucht am besten unter täglichem Wenden an einem kühlen Ort ruhen.

Kürbis schnitzen

  1. Nun gilt es, den Kürbis auszuhöhlen: Schneidet den oberen Teil der Frucht rund um den Stil mit einem Teppichmesser oder einem anderen scharfen Messer aus. Haltet dabei das Messer leicht schräg. So habt ihr genügend Schnittfläche, auf der der Deckel aufliegt. Auf diese Weise kann er nicht in den Kürbis hineinfallen.
  2. Anschließend höhlt ihr die Frucht mit einem Löffel oder Eisportionierer aus.
  3. Zeichnet mit dem Bleistift ein lustiges oder gruseliges Gesicht auf den hohlen Kürbis und schneidet es mit dem Messer vorsichtig aus. Wollt ihr den Kürbis den gesamten Herbst über aufstellen, könnt ihr statt einem Gesicht auch geometrische Muster aus dem Hohlkörper schneiden. Oder ihr zeichnet mit einer Bohrmaschine vorsichtig ein Lochmuster in die Schale.
  4. Wenn ihr fertig und mit eurem Ergebnis zufrieden seid, solltet ihr den Kürbis von innen mit einem Tuch auswischen, um ihn zu trocknen. Zu guter Letzt gilt es, eine Kerze in das Innere des Kürbisses zu stellen.

Wer es einfacher mag, kann seine Wohnung auch mit naturbelassenen Kürbissen dekorieren oder die Früchte mit wasserfesten Stiften bemalen. Das ist eine ungefährliche Bastel-Arbeit, an der auch kleine Kinder ihre Freude haben.

Fazit

Beim herbstlichen Dekorieren der Wohnung setzt ihr am besten auf natürliche Materialien und warme Farben. Viele Deko-Artikel könnt ihr selbst sammeln oder basteln. Wenn es draußen also mal wieder etwas ungemütlicher und kälter wird, nutzt einfach die Gelegenheit, um zu Hause mit Freunden oder Familie zu basteln!

Wie ihr euren Balkon oder Garten herbstlich gestaltet, lest ihr in unserem Artikel „Herbstdeko für draußen“.

Herbstdeko basteln mit Kürbis, Laub & Co.
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