So geht’s: Mosaik selber machen

Mosaik – das Prinzip ist einfach, das Ergebnis ein echter Hingucker. Bei der Mosaik-Technik  entsteht durch das Zusammenfügen verschiedenfarbiger Teile von weitem betrachtet ein Muster oder Bild. Die kunstvolle Technik erinnert an die Wandgestaltung  in Griechenland, Italien oder Spanien. Viele Kulturen haben ganz charakteristische Mosaike und Muster entwickelt. Als Erfinder des Mosaiks gelten laut Historikern die Griechen. Deren erste Mosaike bestanden aus weißen und schwarzen Kieseln. Es gibt die unterschiedlichsten Arten, ein Mosaik zu gestalten. Bei der Gestaltung der eigenen vier Wände ist von geradlinigen, geometrischen Mustern bis hin zum chaotischen Farb- und Formenmix alles möglich. Bunte Muster mit verschlungenen Formen wirken verspielt und versprühen Lebensfreude, ein- oder zweifarbige Mosaike bestechen hingegen durch ihre Eleganz.

    Der Gartentisch und die passenden Stühle im Mosaik-Design erinnern an Urlaub im Süden © ARochau - Fotolia.com

Der Gartentisch und die passenden Stühle im Mosaik-Design erinnern an Urlaub im Süden © ARochau – Fotolia.com

 

Die Vorgehensweise ist simpel: Mosaiksteine werden mit einem speziellen Kleber auf dem Untergrund befestigt und die entstehenden Fugen anschließend mit Mörtel gefüllt.

Die Möglichkeiten, was ihr mit eurem DIY-Mosaik verschönern könnt, sind schier unendlich. Das kleine Serviertablett, der alte Beistelltisch oder der langweilige Blumentopf freuen sich bestimmt über ein Upcycling. Es lassen sich auch ganze Wand- oder Bodenflächen im Garten oder Haus im Stil des berühmten Park Güell in Barcelona gestalten. Ihr werdet sehen: Ein Mosaik selber zu machen ist zwar etwas zeitaufwendig, aber gar nicht schwer. So macht Upcycling jede Menge Spaß!

 

Mosaik selber machen: Diese Dinge braucht ihr

Material:
•    Mosaiksteine (bzw. alte Fliesen oder Geschirr, Kieselsteine o. ä.)
•    Fliesen- bzw. weißer Marmor- und Granitkleber
•    Fugenmörtel
•    Evtl. Tiefengrund
•    Evtl. Kunstharzlack zum Versiegeln

Sonstiges:
•    Kelle und Zahnspachtel
•    Schwamm oder Tuch
•    Papier und Stift
•    Evtl. Hammer oder Fliesenschneider
•    Evtl. Decke, Schutzbrille und Handschuhe

Entscheidet zuerst, wo ihr das Mosaik anbringen wollt und welche Steine ihr gerne verwenden möchtet. Diese beiden Faktoren entscheiden über das weitere Vorgehen.
Der Untergrund, auf dem das Mosaik aufgetragen wird, sollte möglichst glatt, eben und sauber sein. Holz und andere feuchtigkeitsziehende Materialien werden zunächst mit einem Tiefengrund gestrichen, damit der Untergrund dem Kleber, den ihr später auftragen werdet, nicht die Feuchtigkeit entzieht.
Fertige Mosaiksteine gibt es im Bau- oder Bastelmarkt zu kaufen. Ihr könnt sie aber auch selber machen. Benutzt dafür altes Geschirr oder gebrochene Fliesen. Fliesenreste bekommt ihr günstig im Baumarkt. Diese zerkleinert ihr mit einem speziellen Fliesenschneider auf die gewünschte Größe oder ihr zerschlagt sie vorsichtig mit einem Hammer in kleine Stücke.
Vorsicht: Schützt dabei euren Boden mit einer robusten Decke und euch selbst mit einer Schutzbrille und Schutzhandschuhen. Beim Zerkleinern entstehen Kanten und Splitter. Diese sind scharf und könnten euch verletzen. Wer will, kann die Kanten noch abschleifen.

Mosaiksteine in einer Hand

Fertige Mosaiksteine gibt es in vielen Farben © lucia_lucci – Fotolia.com

Statt Fliesenstücke oder altes Geschirr lassen sich auch Stücke eines Spiegels sowie bunt angemalte Kieselsteine verwenden oder alles miteinander kombinieren. Achtet jedoch darauf, dass die Mosaikteilchen ungefähr gleich stark sind.
Sortiert die Mosaikstücke am besten nach Farben, so geht das Erstellen des Mosaiks schneller von der Hand.
Zeichnet anschließend euer gewünschtes Motiv direkt auf die Fläche oder auf einem ausreichend großen Papierbogen grob vor, um sicherzugehen, dass euch das Design gefällt.
Wenn ihr zufrieden seid, könnt ihr loslegen. Tragt den Kleber großzügig und gleichmäßig mit einer Kelle auf den Untergrund auf und kämmt ihn mit einem Zahnspachtel durch.
Normalerweise verwendet man einfachen, flexiblen Fliesenkleber. Bei durchscheinenden Fliesen empfiehlt sich stattdessen weißer Marmor- und Granitkleber, weil dieser nach dem Trocknen nicht durchschimmert. Bringt dann die Steine nach eurem Belieben an. Die Abstände zwischen den Steinen sollten mindestens zwei Millimeter betragen, um guten Halt zu garantieren.

Extratipp: Kauft am besten langsam trocknenden Kleber. So könnt ihr die Position der Steinchen im Nachhinein verändern und kleine Patzer korrigieren.

Wenn das Muster fertig ist, lasst es einen Tag lang trocknen. Sobald das Mosaik getrocknet ist, wird es verfugt. Rührt den Fugenmörtel entsprechend der beiliegenden Anleitung an. Achtet darauf, dass er nicht zu wässrig ist. Er sollte in etwa die Konsistenz von Zahnpasta annehmen.
Schiebt den Mörtel kreuz und quer über die Fugen, bis diese gefüllt sind. Idealerweise ergeben Fugen und Mosaiksteine eine ebene Fläche. Nach dem Verteilen des Mörtels sollten die Mosaikteilchen noch durch den Mörtel durchschimmern. Die Mörtel-Reste, die auf den Steinen gelandet sind, entfernt ihr nach kurzem Antrocknen vorsichtig mit einem feuchten Schwamm oder Tuch. Versucht nicht zu früh die Reste zu entfernen, um die Fugen nicht versehentlich kaputtzumachen. Wahrscheinlich müsst ihr ein paar Mal über die Fläche streichen, bis der letzte Grauschleier von den Steinen verschwindet.
Danach lasst ihr euer Kunstwerk wieder einen Tag trocknen.
Wer mag, kann das fertige Mosaik abschließend mit Kunstharzlack versiegeln, um es noch robuster zu machen.
Und fertig ist euer individuelles Mosaik.

 

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