Gartenteich

Den Gartenteich anlegen, pflegen und genießen

Ein Gartenteich ist eine Bereicherung für den eigenen Garten. Wer einen Gartenteich hat, kann sich am Wasser entspannen und den Teich genießen. Den Gartenteich könnt ihr selbst anlegen und nach euren eigenen Vorstellungen gestalten. Wir haben für euch ein paar Infos zum Anlegen und Ideen zur Gestaltung eures eigenen Gartenteichs zusammengestellt:

Gartenteich ©-Herbert-Esser-Fotolia.com

Gartenteich ©-Herbert-Esser-Fotolia.com

Gartenteich anlegen: Wichtige Überlegungen

Es ist nicht schwer, einen eigenen Gartenteich anzulegen, egal ob Schwimmteich, kleiner Naturteich oder Koiteich. Sorgfältige Planung ist unabdingbar, damit ihr euren Gartenteich später genießen könnt und keine zeitaufwändigen Nachbesserungen notwendig sind.

1. Die Wahl des passenden Standortes

Zuerst kommt es darauf an, warum ihr einen Gartenteich möchtet. Viele wollen den Teich von der Terrasse oder ihrem Lieblings-Sitzplatz im Garten aus im Blick haben. In diesem Fall legt ihr den Teich nah an der Terrasse an. Die richtige Mischung aus Sonne und Schatten für die ausgewählten Teichpflanzen spielt eine Rolle. Hier sollte ihr euch vorab Gedanken machen, welche Pflanzen ihr im Teich haben möchtet und wie viel Sonne diese brauchen. Ein grober Orientierungspunkt sind fünf Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag. Während der Mittagshitze ist eine Beschattung durch Bäume oder ähnliches ratsam. Den Teich solltet ihr mit genügend Abstand zu Stromleitungen anlegen. Wir raten, einen Teich nicht in direkter Nähe zu Bambus zu legen. Dessen flachwachsende, kräftige Wurzeln können eine Teichfolie ohne Probleme durchlöchern.

2. Das richtige Material

Teichfolie ist eines der beliebtesten Materialien für den Gartenteich. Die Folie ermöglicht dem Hobbygärtner Flexibilität bei der Gestaltung von Form und Größe des Teichs. Gängig sind Folien aus PVC. Aufgrund sich verbessernder Eigenschaften setzten sich mehr Materialien wie EPDM durch. Die umweltneutralen EPDM-Folien sind aus Kautschuk, elastisch und widerstandsfähig. Darüber hinaus haben sie eine hohe Lebensdauer. Dies schlägt sich aber im Preis nieder.

Gartengestaltung mit Teich

Gartengestaltung mit Teich – ©Butterfly Fotolia.com

Das einfachste Baumaterial für den Gartenteich ist das Kunststoffbecken. Diese sind robuster als Teichfolien und lassen sich schnell und unkompliziert einsetzen. Die geringe Größe der Becken hat negative Auswirkungen auf die Wasserqualität. Deshalb gilt es zu bedenken, dass ihr den Teich jedes Jahr generalüberholen müsst. Dabei müsst ihr das Wasser austauschen, Schlamm entfernen und Pflanzen überprüfen und gegebenenfalls reduzieren.

3. Technik für den Gartenteich?

Ein Teich ohne Fische, mit einer ausreichenden Größe und dem passenden Standort kann ohne aufwändige technische Waserfilter und ähnliches auskommen. Setzt ihr Fische in euren Gartenteich oder wollt ihr bezüglich des biologischen Gleichgewichtes auf Nummer sicher gehen, braucht ihr ein Filtersystem. Wer sein Wasser nicht filtert, riskiert eine zu hohe Konzentration an Phosphat und Stickstoff im Wasser. Bei hohen Temperaturen kann ein Mangel an Sauerstoff entstehen. Wir raten, ein Filtersystem einzubauen. Damit erspart ihr euch eventuelle Nachrüstungen.

Seerosen auf dem Gartenteich

Seerosen auf dem Gartenteich – ©imagika Fotolia.com

Die schönsten Wasserpflanzen

Was wäre ein Gartenteich ohne schöne Pflanzen und Sträucher? Durch Dekoration mit Naturmaterialien wirkt der Gartenteich einladend. Nicht nur der optische Aspekt ist wichtig: Fast noch bedeutender sind die biologischen Aspekte der Pflanzen. Sie sind eine Art natürlicher Filter und reinigen das Wasser von Schadstoffen. Weiterhin produzieren sie Sauerstoff und bieten kleineren Fischen Schutz. Nachfolgend ein paar Ideen für Wasserpflanzen: Schwimmpflanzen: Am bekanntesten ist die Seerose. Die „Königin des Gartenteichs“ darf in keinem Teich fehlen. Seerosen auf oder knapp unter der Wasseroberfläche verleihen dem Teich romantisches Flair. Es gibt unterschiedliche Seerosen-Arten mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Wuchshöhen. Deshalb sind für jeden Gartenteich eine oder mehrere Arten dabei, die zur Wassertiefe des Gartenteichs passen. Es gibt Seerosen-Sorten, die mit 30 Zentimetern Wassertiefe gut auskommen und Sorten die wesentlich höher wachsen. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld Informationen zu Platzbedarf und Pflanztiefe einzuholen, um die ideale Seerose für den Gartenteich zu finden. Weitere Schwimmpflanzen sind beispielsweise die Wasserlinse oder die Krebsschere.
Unterwasserpflanzen: Beispiele für Unterwasserpflanzen sind das Hornblatt, die Wasserpest Seegräser oder Teichfaden. Informiert euch am besten, welche Pflanzen für euren Gartenteich geeignet sind. Unterwasserpflanzen brauchen genug Licht von oben. Platziert sie daher nicht direkt unter Schwimmpflanzen. Unterwasserpflanzen sind wichtig für den Sauerstoffgehalt des Teichwassers.
Uferbepflanzung: Durch die Uferbepflanzung fügt sich der Gartenteich harmonisch in die restliche Umgebung des Gartens ein und lässt den Teich natürlicher wirken. Klassische Uferpflanzen sind Schilf, diverse Sumpfpflanzen oder Binsen. Exotisch und pflegeleicht ist die Sumpfpflanze Wasserschwertlilie. Bei der Uferbepflanzung könnt ihr euch von der Optik leiten lassen. Achtet darauf, keine Pflanzen zu wählen, die zu stark wuchern.

Der Sonderfall: Ein Schwimmteich im eigenen Garten

Schwimmteiche erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ein Schwimmteich oder Bio-Pool liegt näher an der Natur als ein einfacher Pool. Flächenmäßig benötigt ein Schwimmteich 50 bis 60 Quadratmeter. Bei weniger Quadratmetern funktioniert die Selbstreinigung des Wassers in den Uferbereichen nicht optimal. Hat der Teich die Mindestgröße, absorbieren Gewächse wie die Schwertlilie oder der Froschlöffel im Uferbereich Trübstoffe. Spezielle Teichsubstrate binden Schwebstoffe. Deshalb kommt ein Schwimmteich mit wenig Technik aus und passt sich in die umliegende Natur ein. Bei einem Biopool sorgen spezielle Filter für klares, sauberes Wasser. Optisch sieht der Biopool wie ein klassischer Pool aus. Die Filterung funktioniert aber auf natürliche Weise statt mit Chlor.

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Über Hanna Zieglmayer

Hanna schreibt für Wohnung-einrichten.net.

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