Frühjahrsputz mit Hausmitteln – Zehn Tipps

Niemand macht den Frühjahrsputz gerne. Doch traditionell steht er einmal im Jahr im Frühling an – spätestens, wenn alles voller Blütenstaub ist. So kehrt ihr Staub und Dreck den Rücken.

Der Frühjahrsputz ist anstrengend, aber er lohnt sich. Ist eure Wohnung ordentlich und sauber, fühlt ihr euch gleich wohler. Hier erfahrt ihr, wie ihr beim Frühjahrsputz mit Hausmitteln am besten vorgeht und was es zu beachten gibt.

Utensilien für den alljährlichen Frühjahrsputz. Foto: congerdesign/pixabay.com

Zehn Tipps für den Frühjahrsputz

1. Hausmittel für den Frühjahrsputz

Wer denkt, er müsse zum Putzen spezielle Reiniger für teures Geld kaufen, liegt falsch. Normalerweise kommt ihr mit den üblichen Reinigern wunderbar zurecht. Dazu gehören Allzweckreiniger, Spülmittel und Scheuermilch. Umweltfreundlicher ist es, seine Putzmittel selbst anzumischen:

  • Zum Entfernen von Kalkflecken eignen sich Essig und Zitronensäure. Vorteil der Zitronensäure gegenüber Essig ist der angenehme Geruch. Ist etwas nur leicht verkalkt, könnt ihr selbstgepressten Zitronensaft verwenden. Für starke Verkalkungen solltet ihr reine Zitronensäure in Pulverform nutzen, die in Wasser gelöst wird.
  • Das Hausmittel Natron, auchNatriumhydrogenkarbonat genannt, dient ebenfalls zum Entfernen von Kalkresten. Außerdem könnt ihr mit einer Kombination aus Natron, Zitronensäure und Wasser die Böden und Arbeitsflächen säubern. Bei der Reinigung von glänzenden Oberflächen kommt die Backzutat ebenfalls zum Einsatz.
  • Natriumkarbonat, bekannt als Soda oder Waschsoda, eignet sich ebenfalls gut für den Frühjahrsputz. In Verbindung mit Wasser ist Waschsoda-Pulver sehr gut zum Lösen von Fetten geeignet.
  • Für die Politur von Möbeln bietet sich ein Gemisch aus Öl und Essig an. Um Holzmöbel zu pflegen, könnt ihr auch Kokosöl einsetzen, welches das Holz zugleich imprägniert.

2. Feste Reihenfolge für jeden Raum nutzen

Es ist wichtig, beim Putzen geplant und strukturiert vorzugehen. Macht euch eine Checkliste, auf der ihr erledigte Sachen durchstreicht. Das motiviert und treibt euch an. Außerdem seid ihr dadurch angehalten, die Schritte in einer festen Reihenfolge durchzuführen.

To-do-Liste für den Frühjahrsputz. Foto:StockSnap/pixabay.com
Eine Checkliste strukturiert den Frühjahrsputz. Foto: StockSnap/pixabay.com

3. Ausmisten und aufräumen

Bevor ihr mit dem Putzen anfangt, solltet ihr erstmal in jedem Raum für Ordnung sorgen. Nutzt die Gelegenheit, um beispielsweise euren Kleiderschrank auszumisten. Überlegt euch, welche Klamotten ihr im Laufe des letzten Jahres nicht getragen habt – diese können ohne Bedenken aussortiert werden. Ein paar Teile lassen sich bestimmt verkaufen, den Rest könnt ihr spenden. Macht euch außerdem Gedanken über eure Dekoration. Vasen, Kerzenhalter, Bilderrahmen und Co. sind oft wahre Staubfänger. Alles, was euch nicht mehr gefällt, darf also getrost raus aus der Wohnung. Auch in Küche und Bad gibt es bestimmt Sachen, die ihr nicht mehr benötigt oder die kaputt sind. Erst wenn ihr ausreichend Platz geschaffen habt, legt ihr mit dem Putzen los.

4. Regale putzen

Beim Ausmisten habt ihr bestimmt eure Regale, Kommoden und Schränke ausgeräumt. Falls nicht, solltet ihr es jetzt tun, um sie zu reinigen. Beginnt mit der Außenseite und putzt von oben nach unten. Innen solltet ihr zuerst den Dreck aus den Ecken wischen, damit er dort nicht hängen bleibt. Beim Reinigen von Holzmöbeln dürft ihr den Lappen nicht zu nass machen, sonst quillt das Holz.

5. Polstermöbel reinigen 

Anschließend staubsaugt ihr eure Polstermöbel. Zum Schutz der Polster sollet ihr eine Polsterbürste am Staubsauger anbringen. Denkt daran, auch die Ritzen im Sofa oder Sessel ordentlich abzusaugen. Abziehbare Polster reinigt ihr in der Waschmaschine. Könnt ihr die Polster nicht abnehmen, lassen sich die meisten Flecken mit Wasser und Spülmittel entfernen. Bei starken Verschmutzungen hilft Natron. Einfach auf die betroffene Stelle geben und über Nacht wirken lassen. Alternativ könnt ihr mit einem Schwamm eine Natron-Wasser-Mischung einreiben und trocknen lassen. In beiden Fällen entfernt ihr das Natron danach wieder mit dem Staubsauger.

6. Zimmerpflanzen zurechtstutzen und entstauben

Eine Pflanze ist eine hübsche Dekoration. Allerdings nur, wenn sie ordentlich gepflegt wird. Schneidet eure Pflanzen regelmäßig zurecht und zupft vertrocknete Blätter ab. Damit sie sich in voller Pracht entfalten können, müssen sie regelmäßig entstaubt werden. Dicke Blätter wischt ihr mit einem feuchten Tuch ab. Dünnere Teile sollten unter der Dusche abgespült werden, denn der lästige Staub sieht nicht schön aus und schwächt eure Pflanzen.

7. Staubsaugen

Anschließend solltet ihr die komplette Wohnung von Staub befreien. Bevor ihr mit dem Staubsaugen beginnt, solltet ihr das Stromkabel des Geräts vollständig ausziehen. So vermeidet ihr ständiges Nachziehen und das Gerät überhitzt nicht so leicht. Um gründlich zu arbeiten, müssen Flächen am Boden mehrmals abgesaugt werden. Startet in der hintersten Ecke des Raumes und schließt vorne bei der Tür ab. Saugt in geraden Linien und bewegt den Staubsauger vor und zurück. Das ist vor allem auf Teppich wichtig, in dem sich Staub tief verhängt. Beim Saugen auf Laminat oder Parkett müsst ihr sicherstellen, dass der Bürstenkranz ausgefahren ist, damit keine Schäden am Boden entstehen. Ecken und Kanten von Möbelstücken lassen sich ohne Staubsaugeraufsatz reinigen. 

8. Boden wischen

Ist der Boden staubfrei, geht es ans Wischen. Dafür eignet sich Wischwasser mit Spülmittel oder Neutralseife. Spezielle Reinigungsmittel sind nur bei starken Verschmutzungen notwendig. Lest vorher die Gebrauchsanleitung gründlich durch, nicht jeder Reiniger kann für jeden Bodenbelag verwendet werden.

Bodenwischen. Foto: Michael Jarmoluk/pixabay.com
Beim Bodenwischen solltet ihr den Lappen regelmäßig auswaschen. Foto: Michael Jarmoluk/pixabay.com

Beim Wischen arbeitet ihr euch wie beim Saugen von der hintersten Ecke des Raumes bis zur Tür vor, damit ihr nicht mehr durch den frisch geputzten Raum laufen müsst. Euren Putzlappen solltet ihr mehrmals auswaschen und vor dem Wischen ordentlich auswringen. Danach könnt ihr den Boden mit einem trockenen, sauberen Tuch nachwischen oder ihr lasst ihn in Ruhe trocknen. Der Fußboden trocknet schneller, wenn ihr vor dem Wischen das Fenster öffnet.

9. Fenster blitzeblank putzen

Die wohl unbeliebteste Arbeit beim Frühjahrsputz ist das Reinigen der Fenster. Doch nur durch saubere Fenster kann die Frühjahrssonne ungehindert in die Wohnung scheinen und zur Steigerung des Wohngefühls beitragen. Je nach Verschmutzung kommen verschiedene Reiniger fürs Fenster putzen in Betracht. Zur groben Reinigung ist Brennspiritus oder Glasreiniger ausreichend. Kalkflecken lassen sich mit einem Schuss Essig im Wasser entfernen.  Zuerst seift ihr die Fenster in kreisförmigen Bewegungen mithilfe eines Schwammes oder Mikrofasertuchs ein. Anstelle eines handelsüblichen Schwammes könnt ihr auch einen Einwascher nutzen. Mit diesem lassen sich große Fensterflächen schnell und streifenfrei reinigen. Danach zieht ihr mit einem Wasserschieber Wasser und Putzmittel von links nach rechts von der Scheibe ab. Reinigt zuerst die inneren Fensterscheiben und -rahmen und im Anschluss die äußeren. Die Gummilippe und den unteren Rahmen trocknet ihr mit einem fusselfreien Tuch.

10. Zum Schluss Küche und Bad reinigen

Küche und Badezimmer sind beim Putzen der Wohnräume die zentralen Orte, um Wasser und Reinigungsmittel zu beschaffen und um Putzlappen auszuwaschen. Daher ergibt es keinen Sinn, diese Zimmer am Anfang zu reinigen. Erst wenn alle anderen Räume erledigt sind, nehmt ihr euch Zeit für Küche und Bad.

Kalk in der Spüle entfernen. Foto: pascalhelmer/pixabay.com
Zitronensäure hilft gegen Kalk in der Spüle. Foto: pascalhelmer/pixabay.com

Gerade die Küche benötigt eine sorgfältige Reinigung, da sie in der Regel der meistgenutzte Raum einer Wohnung ist. Hausmittel wie Zitronensäure, Essig und Natron sind für das Putzen der Küche unersetzbar. Flecken auf dem Herd lassen sich wunderbar mit Zitronensäure oder einer Mischung aus Natron und Wasser beheben. Auch den Backofen könnt ihr mit Natron säubern und so auf chemische Reiniger verzichten. Eure Spüle wascht ihr mit Spülmittel und Wasser aus, Kalkreste beseitigt ihr mit Zitronensäure. Den Kühlschrank reinigt ihr mit einer Natron-Wasser-Lösung oder mit Wasser und einem Schuss Essig. Schubladen aus dem Kühlschrank wascht ihr im Spülbecken oder in der Geschirrspülmaschine. Arbeitsplatten putzt ihr mit Wasser und etwas Spülmittel. Holzarbeitsplatten solltet ihr danach gründlich abtrocknen, damit sich das Holz nicht verformt. Mit etwas Leinöl könnt ihr das Holz imprägnieren.

Im Badezimmer macht ihr euren Spiegel mit Glasreiniger und einem fusselfreien Tuch sauber. Natron und Essig helfen beim Säubern der Fliesen und Fugen. Zudem könnt ihr damit verstopfte Abflüsse freimachen. Dazu gebt ihr je eine halbe Tasse Natron sowie Essig in den Abfluss und lasst beides ein paar Minuten einwirken. Während der Einwirkzeit bedeckt ihr den Abfluss mit einem feuchten Tuch. Anschließend schüttet ihr einen Liter kochendes Wasser nach. Haltet dabei einen Sicherheitsabstand zum Abfluss ein.

Gummihandschuhe und Schwämme fürs Bad putzen. Foto: Monfocus/pixabay.com
Beim Frühjahrsputz solltet ihr Gummihandschuhe und saubere Schwämme und Lappen verwenden. Foto: Monfocus/pixabay.com

Die Toilette wird mit einem Toilettenreiniger, einer Klobürste und einem Lappen gründlich ausgeputzt und zusätzlich desinfiziert. Vergesst nicht, den Toilettensitz hochzuklappen und auch von unten zu reinigen. Den Lappen solltet ihr reinigen, bevor er woanders zum Einsatz kommt.

Armaturen von Waschbecken, Dusche oder Badewanne lassen sich am besten mit Badreiniger und Essig oder Zitronensäure behandeln. Bei starken Kalkflecken solltet ihr eine Wasser-Essig-Mischung für längere Zeit einwirken lassen.

Mit dem Frühjahrsputz zum neuen Wohngefühl

Wenn ihr diese zehn Reinigungstipps beherzigt, steht einem effektiven Frühjahrsputz nichts mehr im Wege. Ist euer Zuhause blitzeblank, wisst ihr, dass es sich gelohnt hat. In einer aufgeräumten und sauberen Wohnung lebt es sich gleich viel besser.

Wer keine Lust auf Putzen hat oder körperlich nicht fit genug ist, kann einen professionellen Reinigungsdienst beauftragen. Macht euch vorher Gedanken, welche Leistungen die Reinigungsfirma für euch übernehmen soll und wie viel ihr maximal bezahlen wollt. Danach könnt ihr euch ein unverbindliches Angebot geben lassen. Die Leistungen reichen von einer Fußboden-, Teppich- oder Polsterreinigung über Fensterputzen bis hin zum Komplettservice.

Hier findet ihr eine Reinigungsfirma in eurer Nähe:

München: Mr. Cleaner

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Ein Kommentar

  1. Thoralf Eichmann

    Tolle Tipps, aber ich fürchte, dass dieses Jahr mehrere Frühlingsputze fällig sein werden, bei der Menge an Blütenstaub, der aktuell unterwegs ist. Mein Auto könnte ich gefühlt auch jeden Tag in die Waschstraße fahren…

    Aber zurück zum Thema: Ich finde es toll, dass Du so häufig auf “natürliche” Produkte verweist, wie bspw. Essig oder Natron, anstatt diese hochchemischen Reiniger zu nehmen. Diese greifen nämlich die Oberflächenstruktur vieler Möbel und Oberflächen an und so bleibt dort danach nur noch mehr Staub haften.

    Beste Grüße
    Thore

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