Minimalismus und Simplizismus bei der Wohnungseinrichtung

Der dritte Teil unserer Einrichtungsstil-Serie beschäftigt sich mit Minimalismus in der Wohnung. Wir geben Einblicke über die Einrichtung des Minimalismus und erklären, wie diese auf die Konzepte des Simplizismus zurückgreift.

Wohnzimmergestaltung

minimalismus im Wohnzimmer – ©adpePhoto Fotolia.com

Der Minimalismus ist ein Einrichtungsstil, der vor allem bei der jüngeren Generation Anhänger findet. Hier kommt das Sprichwort: „Weniger ist mehr“ zur Geltung. Dabei beschränkt sich der minimalistische Einrichtungsstil nicht zwingend auf private Wohnungen. In Büros findet der Stil zunehmend Befürworter. Auch die moderne Technik nutzt simplizistische Elemente. Bestes Beispiel dafür ist das iPhone, das auf klares Design setzt. Tragende Konstrukte des Minimalismus sind der Simplizismus und selten auch der Purismus. Dieser ist eine intensivere Form des Simplizismus. Der Minimalismus passt in jedes Zimmer und ist ein Ausdruck von modernem Einrichten.

Herkunft des Minimalismus

Zurückzuführen ist der Stil auf die Suche nach einer Alternative zum konsumorientierten Leben. Merkmale sind vor allem die Ablehnung des Konsums, der ein Symbol der Westernisierung und der Californiacation ist. Diese Abneigung zeigte sich in einem kritischen und geringen Konsum von Gütern. Es entstanden Bewegungen, die sich zum Ziel machten, mit möglichst wenig Gegenständen auszukommen. Bei diesen Gegenständen setzten die Anhänger auf ihre Einfachheit. Daraus entstand der Einrichtungsstil des Minimalismus.

Der Begriff der Einfachheit (Simplizismus) zieht sich wie ein roter Faden durch den Minimalismus. Einfache Formen mit klarer Farbgebung sind wichtige Eigenschaften für alle Einrichtungsgegenstände. Farben sind vor allem kühle Schwarz-, Weiß-, Blau- und Grautöne. Ob Bett, Tisch oder Vase – alles sollte sachlich und strukturiert sein. Platz für Verspieltes gibt es nicht. Es gibt keine unzähligen Kissen auf dem Sofa, überflüssige Farben bei der Einrichtung und keine verschnörkelten Linien. Die Wände sind weiß oder aber haben einen natürlichen Ton (Beton, Stein oder Holz).

Badezimmer © XtravaganT / fotolia

Badezimmer © XtravaganT / fotolia

Auf das Wesentliche konzentrieren

Alles im Raum sollte auf das Wesentliche reduziert werden. Alle Gegenstände, die in einem Raum überflüssig sind, entfernt ihr. In das Schlafzimmer gehört ein Bett, ein Schrank oder Regal, ein Nachttisch und  ein Wecker. Alles darüber hinaus, kommt weg. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf das, was wichtig und notwendig ist. Bei der ganzen Reduktion solltet ihr nicht die Balance verlieren. Der Raum darf weder überladen noch karg wirken. Es ist nicht verboten mit ausgesuchten Dekorationsgegenständen Akzente zu setzen. Beliebt sind hier vor allem Teppiche und Kerzen. Ihr könnt auch Pflanzen als dekorative Elemente einsetzen. Die Akzente sollten allerdings unbedingt zum Farbschema des Zimmers passen. Mehr als ein farbiges Highlight ist nicht zu empfehlen.

Aufgrund der geringen Anzahl der Einrichtungsgegenstände, ist vor allem auf deren Qualität zu achten. Kostspielige Designermöbel und ökologisch nachhaltige Materialien, sind ein Muss. Bei diesem Stil legen Anhänger besonders Wert auf hochwertige Qualität. Grundvoraussetzung ist, dass die Wohnung stets sauber und aufgeräumt ist. Herumliegende Gegenstände zerstören den Minimalismus.

Wohnzimmer © alexandre zveiger / fotolia

Wohnzimmer © alexandre zveiger / fotolia

Wer selber seine Wohnung minimalistisch einrichten will, muss nicht zum Innenarchitekten gehen. Oft reichen ein paar Beispiele im Internet und das eigene Gespür um die goldene Mitte zwischen Reduktion und Dekoration zu finden.

Minimalismus und Simplizismus bei der Wohnungseinrichtung
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Über Franziska Schönbach

Franziska schreibt für wohnung-einrichten.net

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