Vom Suchen und Finden …. des richtigen Fußbodens

Es gibt viele Möglichkeiten, die eigene Wohnung oder das Haus mit einem schönen und zugleich praktischen Fußboden auszustatten. Von Holz über Laminat, Fliesen, Kork, Teppich und Kunststoffböden ist so einiges möglich. Im Folgenden zeigen wir, welcher Fußboden welche Vor- und Nachteile mit sich bringt und welche Räume sich jeweils anbieten.

Holzfußboden

Dielen © Falko Matte, Fotolia.com

Klassisch wird in den Wohnräumen, die Gemütlichkeit ausstrahlen sollen, gerne Holzfußboden verlegt. Parkettfußboden ist der Klassiker unter den Holzfußböden: Der aus Holzstücken zusammengesetzte Bodenbelag strahlt eine natürlich, entspannte Atmosphäre aus. Neben der schicken und so gut wie immer passenden Optik hat Parkett zudem eine lange Haltbarkeit und ist meist sehr widerstandsfähig. Weist die Oberfläche des Parketts Abnutzungsspuren auf, so könnt ihr ihn meist einfach abschleifen. Die vielseitige Einsetzbarkeit und große Auswahl an Stilen und Designs, wie dem Stäbchen- oder Fischgrätmuster, komplettiert die Gründe, die für Parkettfußboden sprechen.

Neben dem „normalen“ Parkettfußboden erfreut sich auch der Dielenfußboden immer größerer Beliebtheit. Das rustikale Flair von (Landhaus-)Dielen ergänzt sich besonders gut mit einer stilvollen und sehr modernen Einrichtung. So habt ihr die Möglichkeit, ein zugleich stylisches und wohnliches Innenraumflair zu haben. In den letzten Jahren ist in Bezug auf die Badezimmer- und Küchengestaltung der Trend zu mehr Gemütlichkeit erkennbar. Das bedeutet vor allem: Holz in Bad und Küche! Bei den Badezimmern ergänzt oft ein Holzboden die Fliesen an den Wänden – oder die Fliesen werden einfach komplett weggelassen und dadurch das bisher vorherrschende Konzept, wie ein Badezimmer auszusehen hat, komplett aus der Bahn geworfen. Auch bei den Küchen wird immer öfter Holzfußboden verwendet. Wohnlichkeit ist hier das Stichwort! Dadurch, dass Küchen wieder mehr in die Wohnbereiche integriert werden und der Trend insgesamt zur Wohnküche geht, ist es kein Wunder, dass viele ihre Küche mit einem schönen Holzfußboden optimieren. Der Siegeszug von Holz in den Badezimmern ist wohl ebenfalls der schöneren Atmosphäre zu verdanken. Jedoch sollte jeder für sich entscheiden, ob Holz wirklich das richtige für die eigene Nasszelle ist. Eine Alternative bieten zum Beispiel Fliesen in Holzoptik.

Laminatfußboden

Die günstige Alternative zum Holzfußboden, die vor allem in vielen Mietwohnungen zu finden ist, ist der Laminatfußboden. Laminat ahmt optisch das Parkett nach, meist ist ein Holzimitat mit einer stabilen aber preiswerten Unterlage verklebt. Vorteile von Laminat sind, dass es meist leicht zu verlegen (Klickparkett) und eben günstig ist. Der unschlagbare Vorteil von echtem Holzparkett, das Abschleifen von Abnutzungsspuren, ist beim Laminat nicht möglich.

leeres Zimmer

©davis Fotolia.com

Fliesen

Klassisch werden Fliesen aufgrund ihrer wasserabweisenden Eigenschaften und leichten Reinigung meist in Bädern und Küchen verlegt. Jedoch lassen sich Fliesen selbstverständlich auch im Wohnbereich verlegen. Je nach Stil der Fliesen kann so der ganze Raum aufgewertet werden. Seid ihr im Besitz einer Fußbodenheizung, so tun die oft eher kühlen Fliesen der Gemütlichkeit keinen Abbruch. Auch bei Fliesen gibt es sehr viele Möglichkeiten der optischen Gestaltung. In Bädern geht der Trend zu hellen Armaturen und dunkleren, grauen oder schwarzen Bodenfliesen, z.B. Feinsteinzeug. Jedoch könnt ihr euch auch hier kreativ austoben, oft werden sehr große Fliesen als Bodenbelag mit Mini-Mosaikfliesen an den Wänden kombiniert, der Fantasie sind hierbei kaum Grenzen gesetzt.

Korkfußboden

Kork erlebt derzeit eine Art Revival und das nicht zu Unrecht. Als nachwachsender Rohstoff – Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen – ist Kork nachhaltig und „grün“. Achtet ihr nun auch noch darauf, dass nur unbedenkliche Klebstoffe verwendet wurden, ist Kork als Bodenbelag für die Gesundheit völlig unbedenklich und vor allem Allergiker oder Familien mit Kindern sollten einen Korkfußboden in Erwägung ziehen. Darüber hinaus hat Kork exzellente Trittschalleigenschaften aufzuweisen und fühlt sich im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen nie kalt an, auch wenn ihr barfuß lauft. Mittlerweile werden Korkfußböden in vielen verschiedenen Designs angeboten, so dass die klassische Korkoptik, die viele Menschen vielleicht als unstylisch empfinden, durch moderne Muster und Stile ganz nach persönlichem Geschmack ersetzt wird. Korkfußboden eignet sich für Kinderzimmer, Wohn- und Küchenbereich.

Epoxidharzboden

Ein noch relativ unbekannter Bodenbelag, zumindest für Wohnräume, ist der Epoxidharzboden. Bei dieser Variante des Estrichfußbodens lasst ihr euch vom Bodenbelag in Fabriken und Industriehallen inspirieren. Daraus lassen sich auch schon die Eigenschaften von Estrichfußboden ableiten: Er ist sehr belastbar, unkompliziert und leicht zu reinigen, seine Fans schätzen das großzügige Raumgefühl, das durch seine fugenlose, glatte und einheitliche Optik generiert wird. Dieser Bodenbelag kann optisch ganz verschieden gestaltet werden, er ist in vielen Farben und Oberflächen erhältlich: Von hell bis dunkel, farbig bis grau, von hoch glänzend und fast schon spiegelnd bis matt. Einen Epoxidharzboden lasst ihr am besten von einer Fachfirma verlegen, mit der ihr die Feinheiten, wie z.B. die Oberflächentexturen absprecht. Dieser Bodenbelag passt aufgrund seiner Unkompliziertheit in eigentlich alle Zimmer.

Schlafzimmer Boden

Schlafzimmer Boden – ©bmak Fotolia.com

Teppich

Ein Klassiker ist der Teppichboden. Früher oft als einziger Bodenbelag in Wohnräumen und Schlafzimmern verlegt, ist der Teppichboden trotz seiner gemütlichen und warmen Eigenschaften seit einiger Zeit eher auf dem Rückzug. Einen kompletten Teppichfußboden ersetzen Teppiche in modernen Mustern und Stilen, die beispielsweise unter den Wohnzimmertisch oder neben das Bett gelegt werden.

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Über Hanna Zieglmayer

Hanna schreibt für Wohnung-einrichten.net.

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