Umzug planen: Checkliste für den Wohnortwechsel

Neuer Job, Nachwuchs oder ein besseres Wohnumfeld – in der Regel wechselt jeder Deutsche mehrmals im Leben seinen Wohnort. Mit dieser Umzugscheckliste erfahrt ihr, wie ihr euren Umzug richtig plant.

Nach einer Studie der Deutschen Post aus dem Jahr 2018 gibt es für umziehende Personen meist nicht nur ein ausschlaggebendes Argument für den Wohnortwechsel, sondern gleich mehrere. Mit 43 Prozent werden familiäre Gründe wie der Zusammenzug mit dem Partner oder eine Trennung am häufigsten genannt. 37 Prozent der Befragten erhoffen sich vom Umzug ein besseres Wohnumfeld oder eine bessere Wohnung. An dritter Stelle der häufigsten Umzugsgründe steht ein veränderter Platzbedarf durch Nachwuchs oder durch den Auszug der Kinder.

Beim Umzug gibt es viel zu tun. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com
Beim Umzug gibt es viel zu tun. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

Egal, aus welchen Gründen ihr umzieht: Eine gute Umzugsplanung hilft, den Überblick zu behalten. Hierfür haben wir eine Umzugscheckliste zum Downloaden und Abhaken vorbereitet. So geht euer Umzug reibungslos über die Bühne.

Mietwohnung rechtzeitig kündigen

Für Wohnungen, die unbefristet vermietet werden, gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Wenn ihr also umziehen möchtet, solltet ihr den bestehenden Mietvertrag so kündigen, dass ihr übergangslos vom alten in das neue Mietverhältnis wechseln könnt und keine Doppelmieten zahlen müsst.

Zugegeben, manchmal ist das nicht machbar. Häufig kündigen Mieter ihre Wohnung mit der positiven Einstellung, rechtzeitig eine neue zu finden. Dann aber läuft der Mietvertrag aus und sie haben noch keine neue Bleibe gefunden. Das ist ärgerlich. In diesem Fall können sie ihren Hausstand in einem Self-Storage-Abteil, wie beispielsweise von MyPlace-SelfStorage, zwischenlagern und übergangsweise bei der Familie oder bei Freunden unterkommen – bis sie einen neuen Mietvertrag unterzeichnet haben.

Was aber auch vorkommt, ist der Fall, dass einige Umzugswillige nicht an die Kündigungsfrist denken und ihre bisherige Wohnung zu spät kündigen. Oder, dass sie kurzfristig ein gutes Jobangebot in einer anderen Stadt bekommen und aus diesem Grund Doppelmieten in Kauf nehmen.

Umzug mit oder ohne Dienstleister?

Ist ein Datum für den Umzug fix, steht die Frage an, ob ihr euren Wohnortwechsel allein oder mit der Hilfe einer Umzugsfirma durchführen möchtet.

Dies ist in der Regel eine Kosten-Nutzen-Frage. Je nachdem, wie viel Geld ihr zur Verfügung habt, könnt ihr bei einem Dienstleister aus einem breiten Angebotsspektrum wählen, das vom bloßen Transportieren der Möbel und Umzugskartons bis hin zum Rundum-Service inklusive Packen der Kartons, Montagearbeiten und Anschließen der Elektrogeräte reicht. Ein weiterer Vorteil bei der Beauftragung eines Umzugsunternehmens ist, dass der Dienstleister für Schäden haftet, die beim Umziehen entstehen. Vergleicht jedoch verschiedene Umzugsangebote miteinander, da sich Preis und Leitung stark unterscheiden.

Umzugswagen fährt ab. Foto: StockSnap/pixabay.com
Der Umzugs-LKW ist voll bepackt. Foto: StockSnap/pixabay.com

Die kostengünstigere Alternative ist der Umzug auf eigene Faust. Für den Umzugstag solltet ihr ein paar verlässliche Helfer aus der Familie oder aus dem Freundeskreis rekrutieren und – wenn nötig – einen Umzugswagen mieten. Wenn es einen Aufzug gibt und keine besonders schweren Gegenstände, wie beispielsweise ein Klavier, zu transportieren sind, solltet ihr einen eigenständigen Wohnortwechsel in Betracht ziehen.

Ausmisten verringert das Umzugsgut

Nutzt die Gelegenheit eures Wohnungswechsels, um euer Hab und Gut einmal gründlich auszumisten. So schafft ihr nicht nur Platz für Neues, sondern spart bares Geld. Je kleiner der Umfang eures Umzugsguts ist, desto kleiner und günstiger ist euer Miet-Transporter. Und falls ihr für den Umzug eine Spedition beauftragt, fallen auch hier die Kosten geringer aus.

Umzugskartons richtig packen

Etwa eine Woche vor dem Umzugstermin solltet ihr bereits die ersten Kisten gepackt haben. Räumt zuerst die Sachen ein, die ihr nicht täglich braucht. Aber: Packt mit System. Es sollten nur die Gegenstände zusammen in einem Karton landen, die auch in der neuen Wohnung in denselben Raum gehören. So könnt ihr die Kartons gleich nach Raum und Inhalt beschriften – dann wissen auch eure Umzugshelfer Bescheid, wo sie die Kartons hinbringen müssen. Achtet beim Packen der Umzugskartons darauf, dass ihr sie nicht zu schwer befüllt und die Grifflöcher frei bleiben.

Wohnungsübergabeprotokoll

Kurz vor dem Umzug solltet ihr sowohl mit dem alten als auch mit dem neuen Vermieter einen Termin für das Wohnungsübergabeprotokoll ausmachen. In diesem Protokoll wird der Zustand der Wohnung schriftlich festgehalten, um Streit zwischen Mieter und Vermieter zu vermeiden. Das Wohnungsübergabeprotokoll dient dazu, festzuhalten, ob beim Ein- und Auszug des Mieters Schäden in der Wohnung vorliegen, welche Schlüssel der Mieter erhält beziehungsweise zurückgibt und welche Werte die Zähler für Strom, Gas und Wasser anzeigen. Jeweils beide Parteien bestätigen mit ihrer Unterschrift, dass die Angaben im Protokoll der Wahrheit entsprechen.

Ummelden nicht vergessen

Nach dem Umzug geht es nicht nur darum, die Wohnung neu einzurichten: Es fallen auch organisatorische Aufgaben und Formalitäten an. Zuerst solltet ihr euch darum kümmern, eine Wohnungsgeberbestätigung von eurem Vermieter zu bekommen. Diese braucht ihr, damit ihr euch im Einwohnermeldeamt eures neuen Wohnsitzes anmelden könnt. Dafür habt ihr ein bis zwei Wochen Zeit. Andernfalls kann ein Ordnungsgeld bis zu 500 Euro anfallen. Darüber hinaus solltet ihr euch auch bei diesen Stellen ummelden:

• Kfz
• Telefon, Kabelanschluss und Internet
• Wasser, Strom, Gas
• Versicherungen
• BAföG, Familienkasse, Arbeitsamt
• Rundfunkbeitrag
• Finanzamt
• Evtl. Nachsendeauftrag bei der Post einrichten

Wenn ihr euren Wohnortwechsel gut plant, könnt ihr dem Umzugstag entspannt entgegenblicken. Mit unserer Umzugscheckliste habt ihr die wichtigsten To-dos auf einen Blick. Wir wünschen euch einen stressfreien Umzug und eine schöne Zeit in der neuen Wohnung.

Draufklicken und Umzugscheckliste herunterladen.

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4 Kommentare

  1. Als Studentin habe ich immer auf eigene Faust meinen Umzug gestemmt und bin seitdem auch gefragte Helferin beim Packen und Schleppen. Man wird aber nicht jünger und das Hab und Gut auch kostbarer. Darum haben wir uns dieses Mal für ein professionelles Umzugsunternehmen entschieden. Das gebuchte Paket schließt auch das fachgerechte Verpacken von Möbeln mit ein. Natürlich muss man auch dann Vorarbeit leisten, aber ich sehe diesem Umzug erstmals entspannt entgegen.

  2. Bislang haben wir unsere Umzüge immer allein hinter uns gebracht. Wir sind nun finanziell etwas besser gestellt und haben entsprechend auch höherwertige Möbel und Geräte. Sie weisen in Ihrem Artikel darauf hin, dass ein professioneller Umzugsservice auch für eventuelle Schäden haftet. Dieses Argument ist neben der generellen Arbeitserleichterung nun ausschlaggebend für uns, ein Unternehmen zu beauftragen.

  3. Ich werde in zwei Wochen umziehen und werde eine Firma anheuern mir dabei zu helfen. Es ist gut zu wissen, dass bei Schäden die Firma dafür aufkommt. Jetzt muss ich nur noch die Kostenvoranschläge und die Leistungen vergleichen.

  4. Ich werde bald umziehen und bin daher auf der Suche nach Tipps, um den Umzug stressfrei und organisiert führen zu können. Ich finde es sehr wichtig, dass du eine Checkliste sogar für die Aufgaben und Formalitäten nach dem Umzug vorschlägst. Es gibt auf jeden Fall viel nach einem Umzug noch zu machen und man wird sicherlich das Bußgeld vermeiden! Danke für den Beitrag!

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