BBQ – die etwas andere Art zu grillen

Grillen Teil 2: BBQ – die etwas andere Art zu grillen

In unserem zweiten Teil rund um das Grillen beschäftigen wir uns speziell mit dem Barbecue (BBQ). Denn BBQ ist nicht, wie viele glauben, ein Synonym für das Wort Grillen, sondern eine komplett andere Zubereitungsmethode und ein mehrstündiges Event.

Was ist Barbecue

Das Wort Barbecue steht für eine spezielle Zubereitungsmethode und für das Event an sich. Das BBQ wird traditionell über einen ganzen Tag zelebriert. Dies hängt auch mit der Zubereitungsmethode zusammen. Denn anders als beim Grillen gart ihr das Fleisch beim BBQ indirekt, also nicht direkt über der glühenden Kohle. Ein weiterer wichtiger Unterscheidungspunkt sind die wesentlich niedrigeren Temperaturen.

Beim Grill liegt das Fleisch und anderes Grillgut direkt über der Kohle, die bis zu 500 Grad und mehr heiß ist. Die speziellen BBQ-Smokern sind mit einer Feuerbox und einer Gar- beziehungsweise Räucherkammer ausgestattet. Das Fleisch gart ihr bei Temperaturen um die 90 bis 150 Grad. Die Smoker sind häufig sehr groß. Somit könnt ihr in ihnen große Fleischstücke, ganze Hähnchen, Puten, Braten, einen ganzen Truthahn und die beliebten Spareribs zubereiten. Durch die niedrigen Temperaturen braucht es mehrere Stunden Zeit, bis das Fleisch gar ist. Im nachfolgenden Abschnitt erfahrt ihr wie diese Art des Grillens funktioniert.

BBQ-Smoker  ©-pr2is-Fotolia.com

BBQ-Smoker
©-pr2is-Fotolia.com

Wie funktioniert Barbecue

Für ein richtiges BBQ benötigt ihr zunächst einen speziellen Smoker. Dieser ist sehr groß, da er aus einer Feuerbox, einer Gar- oder Räucherkammer, einem Schornstein und diversen Ablageflächen besteht. Er ist für den Garten und große Terrassen geeignet und weniger für einen kleinen Balkon.

Anheizen könnt ihr in der Feuerbox mit verschiedensten Holzsorten, von Buchenholz über Kirschholz bis hin zu Wallnussholz. Die Wahl des Holzes bestimmt maßgeblich den Geschmack des Fleisches. Für aromatisches und eher sanft schmeckendes Fleisch verwendet ihr am besten das Holz von Obst- oder Fruchtbäumen. Holz von Nussbäumen eignet sich für alle die es herzhafter mögen. Ganz speziell ist Wallnussholz. Dieses verleiht allen Arten von Wild einen besonderen Geschmack.

Das Fleisch liegt in der von der Feuerbox abgetrennten Räucherkammer. Sowohl Feuerbox als auch die Räucherkammer haben einen Deckel. Mit dem Deckel der Feuerbox könnt ihr regulieren, wie stark ihr euer Fleisch räuchern wollt. Mit offenem Deckel entsteht weniger, mit offenem Deckel mehr Rauch. Die Garkammer ist mit einem Thermometer ausgestattet. Somit könnt ihr die Temperatur  regulieren. Dank des Deckels bleibt die Wärme innerhalb der Räucherkammer. Dadurch habt ihr die Möglichkeit gefülltes Gemüse, Brot, Pizza und Kuchen mit einem Smoker zu backen. Durch einen eingebauten Schornstein kann der Rauch aus der Räucherkammer entweichen. Die Garzeiten betragen mindestens drei Stunden bei großen Fleischstücken. Bei ganzen Truthähnen oder Puten bis zu acht Stunden.

Ein großer Pluspunkt beim BBQ ist, dass ihr dank des Deckels und der indirekten Methode Zeit für eure Gäste habt und das Event rund um das Fleisch zelebrieren könnt. Sobald das Fleisch vorbereitet ist und im Smoker seinen Platz gefunden hat, müsst ihr euch nicht mehr darum kümmern, bis es zum Ende der Garzeit geht. Ihr müsst das Fleisch weder wenden noch mit Flüssigkeit abgießen. Da das Fleisch nicht direkt über der Hitzequelle liegt, können keine gesundheitsgefährdenden Stoffe durch herabtropfendes Fett entstehen, wie das beim herkömmlichen Grillen der Fall ist. Auch mit Asche auf eurem Fleisch habt ihr bei dieser Zubereitungsmethode keine Probleme.

BBQ - Brisket ©-SnapDragon-Fotolia.com

BBQ – Brisket ©-SnapDragon-Fotolia.com

Die Arten des Barbecues

Das Barbecue ist vor allem aus Amerika über den großen Teich nach Europa gekommen. Die verschiedenen Regionen legen unterschiedliche Schwerpunkte in Bezug auf das Fleisch und die Saucen. Allen gemeinsam ist das Garen großer Fleischstücke, welche ihr anschließend zerkleinert und auf ein Sandwich legt. Auch unsere beliebten Gemüsebeilagen sind beim BBQ eher Nebensache. Hier steht das Fleisch im Vordergrund. Die Regionen nutzen als Beilage fleischhaltige Eintöpfe, Hushpuppies (frittierte Bälle aus Maismehl), Kartoffeln und Weißbrot sowie Maiskolben. Die bekanntesten Arten sind:

  • Texas-Art:  Wenn ihr euer BBQ nach texaner Art ausrichten wollt, solltet ihr überwiegend Brisket servieren. Brisket ist ein Kernstück der Rinderbrust. Dazu gibt es extra scharfe Soßen.
  • Kansas City – Art: Beim BBQ aus Kansas liegt der Schwerpunkt auf  Kräutern und süßen Soßen. Diese reicht ihr zu Pork Ribs (Rückenteil vom Schwein) und Brisket, die ihr mehrere Stunden über Hickory Holz oder wahlweiße Wallnussholz räuchert.
  • South Carolina – Art: Wollt ihr nach South Carolina Art grillen, braucht ihr viele verschiedene Saucen, egal ob scharf oder mild. In South Carolina steht Pulled Pork (Schweineschulter oder – nacken) ganz oben auf der Speisekarte.

Ein perfektes BBQ gelingt euch mit jeder Art von Steak. Die Spareribs dürfen bei keinem BBQ fehlen. Wer Platz für einen richtig großen BBQ-Smoker hat kann sogar ein ganzes Spanferkel räuchern. Wir wünschen euch einen wundervollen Tag beim BBQ und guten Appetit!

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Über Franziska Schönbach

Franziska schreibt für wohnung-einrichten.net

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