Wasserschaden – was tun?

Wasserschäden sind ein ernstzunehmendes Thema, und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wer Wasserschäden unbehandelt lässt, riskiert Schimmelbefall, was nicht nur die Bausubstanz zerstören, sondern auch zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen kann. Hier erfahrt ihr, wie ihr bei einem Wasserschaden richtig handelt.

Überflutetes Wohnzimmer wegen Wasserschaden. Foto: bht2000/fotolia.com

Ohne Versicherung kann ein Wasserschaden teuer werden. Foto: bht2000/fotolia.com

Die Erstveranlassung

Im Falle eines Rohrbruchs solltet ihr zuerst den Hauptwasserhahn zur Wohneinheit abdrehen. Dies wird in der Hitze des Gefechtes oft vergessen. Doch bedenkt: Wer eine Versicherung hat, ist zur Erstveranlassung im Rahmen der Schadensminderung verpflichtet. Eine Unterlassung kann zu Leistungskürzungen eurer Versicherung führen.

Als nächstes ist umgehend die Versicherung und der Hauseigentümer beziehungsweise die Hausverwaltung zu informieren. Die Versicherung wird euch über die weitere Vorgehensweise aufklären. Manche Versicherungen haben sogenannte Notfallkarten, auf denen Handwerker-, Heizungs- oder Sanitärnotdienste als Vertragspartner ausgewiesen sind. Einen dieser Vertragspartner solltet ihr mit dem Fall beauftragen. Auch die Hausverwaltung wird unterstützend tätig sein und über weitere Maßnahmen informieren.

Die Zuständigkeit

Je nach Art und Auswirkung des Wasserschadens kommt es zu verschiedenen Zuständigkeiten im Rahmen der Haftung und Schadensbehebung.

Haushalts- oder Hausratversicherung

Die Haushaltsversicherung ist an Schäden am Wohnungsinhalt verantwortlich.
Beispiel: Wenn im Zuge eines Rohrbruches Möbel oder andere bewegliche Gegenstände in der Immobilie beschädigt werden, fällt dies in den Zuständigkeitsbereich der Hausratsversicherung. Wer keine besitzt, muss für den Schaden selbst aufkommen.

Gebäudeversicherung

Für die Behebung von Gebäudeschäden oder das Rohrgebrechen selbst ist der Gebäudeinhaber, und in Folge dessen, seine Versicherung zuständig. Auch die Trocknung fällt in diesen Bereich.
Beispiel: Der Rohrbruch, Schäden an Mauern, Tapeten und Fußböden ist vom Gebäudeinhaber oder der Hausverwaltung (Gebäudeleitungswasserversicherung) zu reparieren.

Haftpflichtversicherung

Auch wenn euch selbst keine Schuld an dem Wasserschaden trifft, haftet ihr für Schäden, die durch euren Wasserschaden bei den Nachbarn auftreten. Egal, ob ihr Mieter oder Eigentümer der Wohnung seid – eine Haftpflichtversicherung solltet ihr auf jeden Fall besitzen.
Beispiel: Der darunterliegende Mieter entdeckt aufgrund eines Rohrbruchs in eurer Wohnung nasse Flecken an der Wand und an seinen Einbaumöbeln.
In den meisten Fällen arbeiten Versicherungen mit Gebäudeverwaltungen Hand in Hand, um die Vorgehensweise für den Konsumenten zu vereinfachen, und die befremdende Situation möglichst komplikationsfrei zu meistern.

Gebäudeinhaber und Eigenheimbesitzer

Wer in der glücklichen Lage ist, ein Eigenheim zu besitzen, sollte es durch eine entsprechende Versicherung absichern. Im Falle eines Leitungswasserschadens übernimmt der Versicherer die Organisation und Behebung des Schadens. Versicherungsnehmer sollten hierbei den Anweisungen des Versicherungsunternehmens Folge leisten.

Für jene ohne Versicherungsschutz heißt es, tief in die Tasche zu greifen, denn die Behebung von Wasserschäden ist ein teures Unterfangen. Zudem müssen sie selbst einen geeigneten Handwerkernotdienst beziehungsweise eine Reparaturfirma finden und den Schaden beheben lassen.

Wer sich diesen Stress nicht antun will, sollte eine Wasserschadenregulierungsfirma beauftragen. Solche Firmen übernehmen die Organisation der Handwerker und die Koordination der Arbeiten. Zu diesen Firmen zählt Schadenengel, sie ist deutschlandweit tätig. Wer mehr dazu erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Besuch auf der Webseite www.schadenengel.de.

Für jene unter euch, die Dinge gerne selbst in die Hand nehmen, haben wir hier die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Schadensbehebung angeführt:

1.    Schließt den Hauptwasserhahn, um den Schaden einzudämmen
2.    Sollte dies nicht möglich sein, ist die Verständigung eines Sanitärnotdienstes ratsam
3.    Beauftragt unverzüglich die Reparatur, wenn euch die Schadenstelle bekannt ist
4.    Ist die Schadenstelle unbekannt, nehmt die Hilfe eines Ortungsdienstes in Anspruch
5.    Nach der Behebung des Schadens solltet ihr die Trocknung einleiten
6.    Nun könnt ihr mit den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten beginnen

Achtung: Die Wasserschadenbehebung sollte professionell durchgeführt werden, um Schäden am Gebäude und an der Gesundheit zu vermeiden.

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