Mäuse im Haus: Schädliche Untermieter loswerden

So niedlich die kleinen Nagetiere auch sind, im Haushalt können sie viel Schaden anrichten. Mäuse übertragen nicht nur Krankheiten und Parasiten, sondern nagen oft Elektrokabel, Möbelstücke und die Isolierung des Gebäudes an. Ein großes Problem ist die schnelle Vermehrung der Schädlinge. Rund 2000 Nachkommen erzeugt ein Mäusepaar im Jahr, deshalb solltet ihr bei den ersten Anzeichen von Mäusen im Haus handeln.

Maus, Foto: apot

Eine Maus, die in der Natur ausgesetzt wird. Foto: apot

Mäuse im Haushalt bekämpfen

Vor allem im Herbst und Winter, wenn es draußen ungemütlich ist, suchen die Tiere Zuflucht in Häusern und Wohnungen. Doch nicht immer werden die Untermieter sofort bemerkt. Mäuse begeben sich hauptsächlich nachts auf Futtersuche. Sie fressen Lebensmittel der Menschen an und verunreinigen mit ihrem Kot die Küche oder andere Räume, die sie sich als Revier im Haus auserkoren haben. Tagsüber seht ihr die kleinen Tiere nur ganz selten.

Die Hausmaus, auch Mus musculus, zählt zu den in Deutschland am häufigsten vorkommenden Mäuserassen. Sie wird zwischen sieben und zehn Zentimeter groß und besitzt einen ebenso so langen Schwanz. Der kleine Allesfresser wird bis zu 25 Gramm schwer und wird hauptsächlich durch das Nahrungsangebot des Menschen ins Haus gelockt.

Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten, um Mäuse wieder los zu werden. In jedem Baumarkt bekommt ihr sogenannte Schlagfallen, besser bekannt als Mausefalle. Die Maus wird mit einem Köder angelockt und durch die Falle getötet. Im Vergleich zu einer Schlagfalle ist eine Lebendfalle viel humaner. Ein Metallkäfig wird mit einem Köder präpariert und an den Laufwegen der Maus aufgestellt. Frisst die Maus den Leckerbissen, schließt sich hinter ihr der Käfig. Mäuse nutzen immer die gleichen Laufwege. Aus diesem Grund solltet ihr die Fallen genau hier aufstellen. Ist eine Maus in der Käfigfalle gefangen, solltet ihr sie so schnell wie möglich in der Natur wieder aussetzen. Achtet darauf, dass ihr die Maus nicht zu nah am Haus wieder frei lasst. Sonst findet sie den Weg zurück. Es ist ratsam, das Tier mehrere 100 Meter weit entfernt laufen zu lassen. So klein die Tiere auch sind, bei Gefahr können auch Mäuse angreifen. Seid deshalb vorsichtig, wenn ihr den Käfig der Mausefalle öffnet. Wer von einer Maus gebissen wurde, sollte einen Arzt aufsuchen. Die kleinen Nager können Krankheiten übertragen.

Viele mausgeplagte Hausbewohner setzen gegen die Tiere Mäusegift ein. Doch dies sollte ausschließlich mit der Beratung eines Fachmanns geschehen. Bei Mäusegift ist besondere Vorsicht geboten. Es ist auch für Menschen und Haustiere wie Katzen und Hunde tödlich. Wer Kinder hat, sollte auf den Einsatz von Gift im Haus verzichten. Ein weiterer Nachteil von Mäusegift ist, dass die Tiere nicht unmittelbar nach der Einnahme sterben, sondern sich meist noch in  ihre Verstecke zurückziehen. Oft finden Betroffene die verendeten Mäuse erst, wenn sie bereits zum Verwesen beginnen und sehr unangenehm riechen.

Wenn ihr euch den natürlichen Feind von Mäusen , eine Katze zulegt, könnte sich euer Problem mit den ungebetenen Gästen schnell erledigen. Andere Hausmittel, wie diverse Pflanzen oder Gewürze gegen Mäuse im Haus bringen meist nicht den gewünschten Erfolg.

Mäuse im Haus vermeiden

Wer bewusst mit den Lebensmitteln in seinem Haushalt umgeht, kann Mäusen im Haus vorbeugen. Mäuse haben einen feinen Geruchssinn. Aus diesem Grund solltet ihr alle Lebensmittel in sichere Behälter packen. Boxen aus Glas und Metall sind absolut mäusesicher. Plastikverpackungen beißen die schlauen Tiere ganz einfach durch. Denn nur wenn die Nager genügend Futter finden, fühlen sie sich wohl und vermehren sich. Bei der Wahl ihrer Nahrung sind Mäuse nicht wählerisch: Speisereste, Abfälle und Vorräte stehen auf ihrem Speiseplan.

Während der ersten kühlen Tage im Herbst suchen sich die kleinen Tiere einen warmen Ort für den Winter. In dieser Zeit solltet ihr wachsam sein. Oftmals dringen Mäuse durch offene Türen oder Risse in den Außenwänden ins Haus ein. Mäuse sind geschickte Kletterer, deshalb sind oft auch Wohnungen in den oberen Stockwerken betroffen. Versucht so gut es geht, alle möglichen Eingangsmöglichkeiten der Tiere zu versperren. So könnt ihr einer Mäuseplage im Haus vorbeugen.

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