Einen passenden Kredit für den Umzug finden

Ob Nachwuchs, Jobwechsel oder der Wunsch nach einer größeren Wohnung: Wenn ein Umzug ansteht, kommen Kosten auf euch zu. Ist das Geld knapp, lässt sich der Wohnortwechsel mit Kleinkrediten finanzieren.

Umzug finanzieren, Kleinkredit für Umzug. Foto: Bobo/fotolia.com

Ein Umzug ist teuer und wird häufig mit einem Kleinkredit finanziert. Foto: Bobo/fotolia.com

Wer umzieht, hat schnell Kosten von über 1.000 Euro beisammen – vor allem, wenn ihr einen großen Hausstand habt oder weiter wegzieht. Umzugswillige sollten die Kosten für das Umzugsunternehmen beziehungsweise das Transportfahrzeug, für Umzugskartons und die Verpflegung der Umzugshelfer nicht unterschätzen. Hinzu kommen unter anderem die Kosten für neue Möbel, für das An- und Ummelden und manchmal auch für doppelte Mietzahlungen – schließlich haben die meisten Mietverträge eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Wer nicht genug Geld zur Verfügung hat, sollte sich über Kleinkredite für den Umzug informieren. Wir stellen euch vier passende Kredite für den Wohnortwechsel vor.

Bonität ist eine Grundvoraussetzung

Bonität ist in den meisten Fällen eine Grundvoraussetzung, um einen Kredit bekommen – ganz gleich ob das Darlehen für den Umzug oder für ein anderes Unterfangen ist. Es gibt aber auch Anbieter, die Kredite trotz negativem Schufa-Eintrag vergeben. Auskunfteien wie die Schufa sammeln Daten über eure Zahlungsfähigkeit aus verschiedenen öffentlichen Quellen und berechnen daraus die Wahrscheinlichkeit, dass ihr einen aufgenommenen Kredit planmäßig zurückzahlt. Um diese Wahrscheinlichkeit zu ermitteln, informiert sich der Kreditgeber bei den Auskunfteien über eure Bonität.

Einmal im Jahr hat jeder das Recht, kostenlos eine Selbstauskunft bei den Auskunfteien anzufordern. Auf diese Weise seht ihr, wie kreditwürdig ihr seid und könnt kontrollieren, ob die
über euch gesammelten Daten korrekt sind. Was zu tun ist, wenn Schufa und Co. ein Fehler unterlaufen ist, gibt es hier zum Nachlesen.

Dispositionskredit – der einfache Weg, kurzfristig an Geld zu gelangen

Wer schnell zusätzliches Geld für den Umzug braucht, hat die Möglichkeit einen Dispokredit zu beanspruchen. Dafür müsst ihr gegebenenfalls mit der Bank einen Disporahmen für euer Girokonto festlegen. Auf diese Weise könnt ihr euer Konto bis zu der festgelegten Höhe überziehen. Welchen Dispositionsrahmen euch die Bank einräumt, hängt unter anderem von euren monatlichen Geldeingängen ab.

Vor- und Nachteile:
+ Für kurzfristige Finanzierungen oft günstiger als Ratenkredit
+ keine Bearbeitungsgebühr
+ variable Zinsen
+ keine zusätzliche Bonitätsprüfung vor Beanspruchung nötig

– Dauert die Rückzahlung länger als geplant, kann es teuer werden
– Höhere Zinsen als bei einem fest vereinbartem Darlehen

Raten- und Privatkredite

Für Beträge bis hin zu einer Summe von etwa 50.000 Euro gibt es die Möglichkeit, einen Raten- oder Privatkredit abzuschließen. Hierbei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Aus diesem Grund solltet ihr abwägen, welchen Rückzahlungsbetrag ihr euch pro Monat leisten könnt und die Kreditlaufzeit entsprechend anpassen. Der vereinbarte Zinssatz gilt für die gesamte Laufzeit des Darlehens. Auch die Rückzahlungsbeträge sind nicht variabel, sondern genau festgelegt.

Umzug finanzieren, Kleinkredit für Umzug. Foto: Kati Molin / fotolia.com

Wer einen Kredit für den Umzug aufnehmen will, sollte die verschiedene Angebote vergleichen. Foto: Kati Molin / fotolia.com

Wichtig beim Vergleich verschiedener Privat- und Ratenkredite ist der effektive Jahreszins. Er beziffert die jährlichen Kosten, die auf die nominale Kredithöhe bezogen sind. Voraussetzung für den Kreditvergleich ist, dass ihr Angebote einander gegenüberstellt, die die gleiche Zinsfestschreibungsdauer haben. Außerdem solltet ihr zudem die Kreditabschlussgebühren der verschiedenen Anbieter einander gegenüberstellen.

Vor- und Nachteile:
+ Vorzeitige Tilgung möglich, häufig gegen Vorfälligkeitsentschädigung
+ Sicherheit durch fest vereinbartem Zinssatz

– Wenn Zinssatz sinkt, bleibt der festgelegte Zinssatz dennoch bestehen
– Keine variable Tilgung möglich

Variabler Kredit und Abrufdarlehen für teurere Umzüge

Für Umzugswillige, die größere Anschaffungen planen, aber noch nicht wissen, wie viel Kapital sie genau benötigen, ist ein Abrufdarlehen oder ein variabler Kredit empfehlenswert.

Vor- und Nachteile:
+ Immer wieder neu ausschöpfbar in Höhe der bis dahin gezahlten Tilgungen
+ Zusatz-Tilgungsleistungen zu den festgelegten Mindestzahlungen möglich
+ Zinssatz variabel, orientiert sich täglich am aktuellen Zinsstand
+ Bei einem Abrufdarlehen kostet weder der Kreditantrag noch die Bereitstellung Gebühren. Erst bei Beanspruchung des Kredits werden Sollzinsen auf den Betrag berechnet.

– Variable Zinssatz birgt das Risiko, dass Zinsen auch steigen können
– Manchmal verlangen Banken einen Bonitätszuschlag vom Kreditnehmer

Arbeitgeberdarlehen bei beruflich bedingten Umzügen

Bei Umzügen aus beruflichen Gründen gewähren manche Arbeitgeber ihren Mitarbeitern ein Arbeitgeberdarlehen. Die Bedingungen für dieses Darlehen fallen von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich aus. Einige Unternehmen leihen begehrten Mitarbeitern sogar Geld für den Wohnortwechsel, ohne Zinsen zu verlangen.

Einen passenden Kredit für den Umzug finden
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